Rohöl in Indien nun billiger als Mineralwasser

Der Preis für Rohöl beträgt in Indien nun 29,24 Dollar je Barrel und ist somit billiger als Mineralwasser. Der Brent-Preis steuert erneut auf 12-Jahres-Tief zu.

Neu-Delhi. Rohöl ist in Indien jetzt billiger als Mineralwasser. Ein Barrel (159 Liter) des Rohstoffs für den indischen Markt habe zuletzt 29,24 US-Dollar gekostet, also etwa 18 US-Cent (17 Euro-Cent) pro Liter, rechnete der indische Nachrichtensender NDTV am Montag auf seiner Webseite vor. Eine günstige Flasche Mineralwasser hingegen kostet im Laden oder am Straßenstand 15 Rupien, also 21 Euro-Cent.

Derzeit drückt das weltweit hohe Rohölangebot die Preise, in der vergangenen Woche waren mehrjährige Tiefststände erreicht worden. Diesel kostet in Indiens Hauptstadt Neu Delhi aktuell rund 45 Rupien (0,62 Euro) pro Liter - also noch etwa dreimal so viel wie Wasser.

Die weltweite Überproduktion und die Furcht vor einer schwächelnden Nachfrage haben dem Ölpreis am Montag erneut zugesetzt. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um bis zu 3,2 Prozent auf 32,49 Dollar (29,91 Euro) je Barrel und lag damit etwa 30 US-Cent über dem Zwölf-Jahres-Tief der Vorwoche.

Den Analysten von Goldman Sachs zufolge bedarf es eines weiteren Ölpreis-Verfalls, bevor die Förderländer ihre Produktion drosseln. Zudem machten Börsianer die Abkühlung der chinesischen Konjunktur für die aktuellen Verluste verantwortlich. Vor diesem Hintergrund strichen Großanleger ihre Wetten auf wieder steigende Ölpreise zusammen. In der vergangenen Woche sank ihre Zahl um 50.000 Kontrakte. Diese stehen für etwa 50 Mio. Barrel Rohöl.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne