Rocket Internet sammelt 550 Mio. Euro über Wandelanleihen ein

Der Startup-Finanzierer Rocket Internet will mehr als eine halbe Milliarde Euro frisches Kapital einsammeln und damit seine Unternehmensbeteiligungen weiter aufstocken. Der Berliner Börsenneuling begibt Wandelanleihen im Volumen von 550 Mio. Euro, die bei steigenden Aktienkursen in Rocket-Internet-Aktien getauscht werden können, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte.

Mit dem neuen Geld wolle Rocket Internet die Beteiligungen an seinen am weitesten entwickelten und vielversprechendsten Portfolio-Unternehmen erhöhen - am besten auf einen Mehrheitsanteil - oder aber neue Unternehmen gründen und finanzieren.

Die Wandelanleihen haben eine Laufzeit von sieben Jahren. Sie werden mit 2,25 bis 3,00 Prozent verzinst. Sie sollen über die Investmentbank JPMorgan über Nacht bei Investoren platziert werden. Ein Tausch in Rocket-Internet-Aktien lohnt sich für die Anleger, wenn deren Kurs um 32,5 bis 47,5 Prozent steigt, also nach derzeitigem Stand auf 54 Euro oder mehr. Am Montag schlossen Rocket Internet bei 40,94 Euro, der Kurs lag damit noch unter dem Emissionspreis beim Börsengang im Herbst 2014.

Die Kapitalsammelaktion hatte sich abgezeichnet. Rocket füllt damit den Finanztopf wieder auf, nachdem die flüssigen Mittel seit Jahresbeginn um 700 Millionen auf 1,3 Mrd. Euro abgeschmolzen waren. Auf der Hauptversammlung Ende Juni hatte sich der Vorstand um Oliver Samwer deshalb weitreichende Vorratsbeschlüsse von den Aktionären geholt: Damit könnte Rocket Internet das Kapital binnen fünf Jahren um rund 2,5 Mrd. Euro erhöhen und Wandelanleihen für bis zu 2 Mrd. Euro ausgeben.

Der Kapitalhunger ist groß: Nach dem 1,4 Mrd. Euro schweren Börsengang hatte das Unternehmen im Februar weitere fast 600 Mio. Euro frisches Kapital eingesammelt. Rocket benötigt ständig Geld für Neugründungen und zur Finanzierung des Wachstums der Startups, die alle noch rote Zahlen schreiben.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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