Roche macht Fortschritt bei wichtigem Krebsmedikament

Basel - Der Pharmakonzern Roche hat mit guten Studiendaten zu einem Schlüsselmedikament überzeugt. Atezolizumab sorgte zusammen mit einer Chemotherapie dafür, dass der Tumor bei zwei Drittel der Patienten mit der häufigsten Form von Lungenkrebs schrumpfte, wie das Basler Unternehmen am Montag mitteilte.

Dies sei das Ergebnis einer Studie der frühen Phase 1b, die Roche auf dem Fachkongress Asco in Chicago vorstellen will. Roche habe bereits Studien der Phase III eingeleitet, die über eine Zulassung entscheiden wird. Analysten zufolge hat das Medikament das Potenzial, zu einem Umsatzrenner zu werden.

Atezolizumab gehört zu einer neuen Klasse von sogenannten immuntherapeutischen Arzneien, die darauf abzielen, das körpereigene Abwehrsystem zu aktivieren, damit es Krebszellen erkennen und zerstören kann. Mit Atezolizumab wollten die Schweizer den zeitlichen Rückstand von ein bis zwei Jahren auf die beiden US-Konkurrenten Bristol-Myers Squibb und Merck & Co durch bessere Qualität relativieren, erklärte ZKB-Analyst Michael Nawrath.

Der Wirkstoff soll auch gegen andere Krebsarten eingesetzt werden. In einer anderen Studie erwies sich Atezolizumab auch gegen Blasenkrebs als wirksam. "Diese Daten sind wichtig, um Roche als Führer im Bereich der Immuno-Onkologie zu etablieren", erklärte Safra-Sarasin-Analystin Chi Tran-Brändli. An der Börse kletterten die Roche-Titel um 2,4 Prozent auf 282,80 Franken (273,48 Euro). Roche dürfte Händlern zufolge als einer der größten Gewinner aus dem Asco-Kongress hervorgehen.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London