Roche macht Fortschritt bei wichtigem Krebsmedikament

Basel - Der Pharmakonzern Roche hat mit guten Studiendaten zu einem Schlüsselmedikament überzeugt. Atezolizumab sorgte zusammen mit einer Chemotherapie dafür, dass der Tumor bei zwei Drittel der Patienten mit der häufigsten Form von Lungenkrebs schrumpfte, wie das Basler Unternehmen am Montag mitteilte.

Dies sei das Ergebnis einer Studie der frühen Phase 1b, die Roche auf dem Fachkongress Asco in Chicago vorstellen will. Roche habe bereits Studien der Phase III eingeleitet, die über eine Zulassung entscheiden wird. Analysten zufolge hat das Medikament das Potenzial, zu einem Umsatzrenner zu werden.

Atezolizumab gehört zu einer neuen Klasse von sogenannten immuntherapeutischen Arzneien, die darauf abzielen, das körpereigene Abwehrsystem zu aktivieren, damit es Krebszellen erkennen und zerstören kann. Mit Atezolizumab wollten die Schweizer den zeitlichen Rückstand von ein bis zwei Jahren auf die beiden US-Konkurrenten Bristol-Myers Squibb und Merck & Co durch bessere Qualität relativieren, erklärte ZKB-Analyst Michael Nawrath.

Der Wirkstoff soll auch gegen andere Krebsarten eingesetzt werden. In einer anderen Studie erwies sich Atezolizumab auch gegen Blasenkrebs als wirksam. "Diese Daten sind wichtig, um Roche als Führer im Bereich der Immuno-Onkologie zu etablieren", erklärte Safra-Sarasin-Analystin Chi Tran-Brändli. An der Börse kletterten die Roche-Titel um 2,4 Prozent auf 282,80 Franken (273,48 Euro). Roche dürfte Händlern zufolge als einer der größten Gewinner aus dem Asco-Kongress hervorgehen.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

Newsticker

EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

Newsticker

Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

Newsticker

Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia