Roboter stehlen bis Mitte der 2030er jeden dritten Job

Nach einer Studie des Beratungsunternehmens PwC sind die Bau- und Industriejobs sind am stärksten von der Automatisierung bedroht. In drei Wellen wird die Robotisierung der Wirtschaft bis Mitte der 30er-Jahre vollzogen.

Wien. Roboter ersetzen in den nächsten Jahren viele Jobs, was aber nicht in die Massenarbeitslosigkeit führen wird. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Beratungskonzerns PwC mit dem Titel "Will robots really steal our jobs?" In Österreich sind demnach bis Mitte der 2030er-Jahre 34 Prozent der Arbeitsplätze von Automatisierungsprozessen bedroht.

PwC hat drei Automatisierungswellen ausgemacht. Die Algorithmuswelle habe uns bereits erreicht: Computer übernehmen die Analyse strukturierter Daten. Ein Beispiel wäre die Kreditprüfung. Diese Innovationswelle könnte bis in die frühen 2020er-Jahre ausgereift sein, glauben die Studienautoren.

Erst Ende der 2020er-Jahre voll entfalten werde sich hingegen die Augmentationswelle. Da geht es um die Automatisierung von sich wiederholenden Tätigkeiten und Informationsaustausch. Drohnen und Roboter im Lagerwesen fallen in diese Kategorie.

Schlussendlich spricht PwC von der Autonomiewelle, die Mitte der 2030er-Jahre ausgereift sein könnte. Da werden mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) Daten aus unterschiedlichen Quellen analysiert, Entscheidungen getroffen und auch Handlungen gesetzt - wie das etwa voll selbstfahrende Autos tun könnten.

Besonders treffen wird es der Studie zufolge das Transport- und Lagerwesen, wo fahrerlose Kraftfahrzeuge menschliche Lenker ersetzen werden. Auch in der Finanzdienstleistungsbranche dürften Algorithmen Menschen zunehmend die Arbeit nehmen.

Wie hoch der Anteil der von Robotern übernommenen Arbeitsplätzen ist, ist von Land zu Land unterschiedlich; PwC befragte mehr als 200.000 Arbeitnehmer in 29 Staaten. In einigen ostasiatischen und nordischen Ländern mit einem relativ hohen durchschnittlichen Bildungsniveau hätten bis Mitte der 2030er-Jahre "nur" 20 bis 25 Prozent der Jobs Automatisierungspotenzial. In osteuropäischen Ländern, wo viele Menschen in der industriellen Fertigung arbeiten, seien es dagegen mehr als 40 Prozent.

In Österreich sind, wie in den meisten anderen untersuchten Ländern, Bau- und Industriejobs am stärksten bedroht, hier betrage das Automatisierungspotenzial, wie es PwC nennt, 51 bzw. 48 Prozent. Im Handel könnten 37 Prozent der Jobs von Robotern übernommen werden und im Gesundheits- und Sozialwesen 26 Prozent. Der Bildungsbereich dürfte hingegen mit 9 Prozent glimpflich davonkommen. Insgesamt sind in Österreich die Jobs von Männern, jungen Menschen und formal schlecht Gebildeten stärker dem Roboterrisiko ausgesetzt, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie hervor.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte