Richemont im Halbjahr stark gewachsen - Neuer Vorstand

Zürich (APA/dpa-AFX/Reuters) - Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat im ersten Halbjahr 2017/18 (Ende September) von einer gestiegenen Nachfrage nach Luxusgütern profitiert. Vor allem in China, Korea und Großbritannien entwickelten sich die Geschäfte gut. Der Umsatz wuchs daher um 10 Prozent auf 5,61 Mrd. Euro, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 12 Prozent. Die genannten Wachstumsraten hatte die Gruppe bereits Mitte Oktober im Rahmen einer positiven Gewinnwarnung in Aussicht gestellt.

Getragen wurde die gute Geschäftsentwicklung neben dem Wegfall einmaliger Lagerrückkäufe von einem verbesserten Handelsumfeld und positiven Wechselkurseinflüssen. Ohne die Uhrenkäufe aus den Lagern von Händlern, die vor allem die wichtige Marke Cartier getätigt hatte, wäre der Umsatz im Halbjahr in Lokalwährungen um 8 Prozent gewachsen.

Die starke Umsatzentwicklung wirkte sich auch positiv auf die Ergebnisse aus: Der Betriebsgewinn (Ebit) kletterte um 46 Prozent auf 1,17 Mrd. Euro und der Nettogewinn gar um 80 Prozent auf 974 Mio. Euro in die Höhe.

Gleichzeitig kündigte der Luxusgüterkonzern einen Neuzugang im Vorstand an. Jérôme Lambert soll sich in der neugeschaffenen Position des Chief Operating Officers (COO) mit Ausnahme von Cartier und Van Cleef & Arpels um alle Marken des Konzerns federführend kümmern. Lamberts Vorgänger Georges Kern hatte nur wenige Monate nach seiner Ernennung das Handtuch geworfen und war zum Konkurrenten Breitling gewechselt.

Richemont hat seinen Einfluss beim Schweizer Flughafen-Duty-free-Shop-Betreiber Dufry ausgebaut. Richemont halte derzeit eine Beteiligung von 7,5 Prozent an Dufry, erklärte Richemont-Finanzchef Burkhard Grund am Freitag bei einer Telefonkonferenz. In Übereinkunft mit dem Dufry-Management habe man die Beteiligung ausgebaut. Im Mai hatte Richemont mit der Dufry-Beteiligung die Meldeschwelle von 5 Prozent überschritten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte