Rezession zieht weitere Zinssenkung in Russland nach sich

Die russische Notenbank hat wegen der schweren Wirtschaftskrise zum zweiten Mal in diesem Jahr ihren Leitzins gesenkt. Sie kappte den Satz am Freitag auf 14 von zuvor 15 Prozent, nachdem er zu Jahresbeginn noch bei 17 Prozent gelegen hatte. Falls nötig, seien noch weitere Zinsschritte möglich, erklärte die Zentralbank und begründete dies mit Hinweisen "auf eine deutliche Konjunkturabkühlung".

Angesichts der westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und des Preisverfalls des wichtigsten Exportschlagers Öl fürchtet die Zentralbank eine Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte in diesem Jahr zwischen 3,5 und 4,0 Prozent schrumpfen, sagte sie am Freitag voraus.

Sinkende Zinsen machen Kredite für Investitionen und Konsum billiger, was die Konjunktur anschieben kann. Sie machen aber auch eine Währung unattraktiver: Der Rubel gab daher um rund 0,3 Prozent zum Dollar auf 61,37 nach.

Größere Inflationsgefahren sieht die Zentralbank nicht: Die Teuerungsrate werde angesichts der schwachen Konjunktur binnen eines Jahres auf etwa neun Prozent fallen. Derzeit liegt die Inflationsrate bei 16,7 Prozent.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker