Rewe will Marktanteile mit Onlineshops absichern

Wien/Wiener Neudorf (APA) - Rewe International drückt beim Ausbau seiner Onlineshops und der Hauszustellung in Österreich aufs Tempo. Neben Billa und Bipa ist für heuer der Start der Hauszustellung für Merkur-Privatkunden geplant. "Wir müssen von Anfang an dabei sein", sagte Rewe-Chef Frank Hensel bei einem Hintergrundgespräch vor Journalisten. Mitbewerber Spar hat bisher noch keinen Onlineshop für Lebensmittelmittel.

Der Online-Umsatz bei Billa ist im vergangenen Jahr laut dem Rewe-Chef um 50 Prozent gestiegen, bei Bipa hätten die Online-Erlöse bereits den Umfang von sechs Filialen erreicht. Konkrete Zahlen zum Online-Geschäft wollte er nicht nennen. Billa stellt Lebensmittel derzeit in allen Landeshauptstädten und Umgebung außer Innsbruck und Bregenz zu. Merkur betreibt mit Merkur Direkt einen Onlineshop für Geschäftskunden. Zugestellt wird derzeit in Wien, Baden, Wiener Neustadt und Linz. Wie stark der Online-Anteil in den nächsten Jahren steigen werde, sei nicht so wichtig, sondern es gehe darum den eigenen Marktanteil abzusichern, betonte Hensel.

In Österreich hat der Konzern im Geschäftsjahr 2014 mit Billa, Merkur, Penny, Adeg und Bipa rund 8,01 Mrd. Euro (+0,32 Prozent) umgesetzt. Hensel bezeichnete 2014 als "schwieriges Jahr", unter anderem wegen der flauen Konsumnachfrage und deflationärer Tendenzen. Die Auswirkungen der Steuerreform könnten 2016 wieder einen Kaufkraftschub auslösen. In Italien schrumpfte der Umsatz im Vergleich zum Jahr davor um 6,5 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro, weil man sich dort von Billa-Filialen trennte. In Zentral- und Osteuropa gingen die Umsätze um 2,7 Prozent auf 3,22 Mrd. Euro zurück. Die Umsätze in Russland mit 830 Mio. Euro (-7,8 Prozent) und in der Ukraine mit 140 Mio. Euro (-20,2 Prozent) litten unter dem Währungsverfall. Wechselkursbereinigt erzielte Rewe dort ein Plus von 10,8 bzw. 16,8 Prozent. Die beiden Länder "waren, sind und bleiben Zukunftsmärkte", dementierte Hensel einen Rückzug aus der Ukraine und Russland.

In Österreich findet Rewe in Städten im Gegensatz zum ländlichen Raum immer schwerer geeignete Lehrlinge. "Wir kriegen nicht die, die wir wollen", klagte Hensel. Billa lockt zukünftige Lehrlinge mit einer Lehrlingsgehalt über dem Kollektivvertrag und Leistungsprämien von bis zu 5.000 Euro. Im ersten Lehrjahr zahlt Billa 578 Euro brutto, im zweiten 790 Euro, und im dritten 1.100 Euro.

Wien/Paris (APA) - Der globale Rohstoffverbrauch wird sich aufgrund der expandierenden Weltwirtschaft und steigender Lebensstandards bis 2060 nahezu verdoppeln. Von derzeit jährlich 90 Gigatonnen soll der Verbrauch auf 167 Gigatonnen ansteigen, geht aus einem Vorausbericht zu einer OECD-Studie zum künftigen Rohstoffverbrauch hervor.
 

Newsticker

OECD: Globaler Rohstoffverbrauch wird sich bis 2060 verdoppeln

Straßburg (APA/dpa) - Die EU-Kommission diskutiert am Dienstag (13.00 Uhr) in Straßburg über die umstrittenen italienischen Budgetpläne für 2019. Das Gremium der Kommissare werde das weitere Vorgehen im Streit mit der Regierungskoalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega beraten, hieß es im Vorfeld.
 

Newsticker

EU-Kommission berät weitere Schritte im Haushaltsstreit mit Italien

Berlin/München (APA/Reuters) - BMW ruft wegen Problemen bei Klimaanlagen weltweit weitere 1,6 Millionen Autos zurück. Betroffen seien Diesel-Fahrzeuge, die vom August 2010 bis August 2017 produziert worden seien, teilten die Bayern am Dienstag mit. Bei den Autos könne Kühlflüssigkeit austreten, was im Extremfall einen Brand auslösen könnte.
 

Newsticker

BMW ruft wegen Kühlmittel-Problemen weitere 1,6 Mio. Autos zurück