Rettung für Backwaren-Logistikgruppe Pan&Co gescheitert

Die Rettung der Backwaren-Logistikgruppe Pan&Co ist gescheitert. Masseverwalter Thomas Kurz bestätigte am Freitag auf APA-Anfrage Medienberichte, dass deren Verwertung nicht geglückt ist. 65 Mitarbeiter sind betroffen. Pan&Co war mit der oberösterreichischen Ring Bäckerei in die Insolvenz geschlittert.

Pan&Co belieferte Großkunden wie Spar und Lidl mit Teiglingen. Für die Übernahme des Dienstleisters hatten sich laut Masseverwalter zahlreiche Interessenten gemeldet. Allerdings erklärten sich Großkunden nicht bereit, mit einem neuen Eigentümer zusammenarbeiten zu wollen, erklärte Kurz. "Brechen 50 Prozent des Kundenstocks weg, ist ein Weitermachen unmöglich." Am Freitag lieferte demnach der Backwaren-Logistiker zum letzten Mal aus. Die Belegschaftsverhandlungen mit den 65 betroffenen Mitarbeitern waren am Freitag am Laufen. Kurz rechnet mit einer "zeitnahen Beendigung der Dienstverhältnisse".

Ab kommender Woche werden die oberösterreichische Bäckerei Moser und der niederösterreichische Teiglingsproduzent Pliz ihre Waren direkt an Spar und Lidl liefern und nicht mehr wie bisher über Pan&Co. "Offenbar haben sie in den letzten Wochen eine entsprechende Lieferstruktur aufgebaut", so der Masseverwalter.

Pan&Co mitsamt der Ring- und der Salzkammergut-Bäckereien war Mitte Juni pleitegegangen. In Linz und Salzburg wurden insgesamt acht Insolvenzanträge gestellt. Die bisherigen Eigentümer gaben darin an, keine Sanierung zu beabsichtigen, die Masseverwalter versuchen allerdings Käufer zu finden. Der Fortbestand von 20 der 56 Ring-Filialen wurde erreicht. Es handelt sich um die bisher größte Insolvenz des heurigen Jahres in Österreich. Die Schulden belaufen sich auf 40 Mio. Euro.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro