Resch&Frisch steigerte Umsatz um 9,7 Prozent auf 142,8 Mio. Euro

Linz/Gunskirchen/Wels (APA) - Der Backwarenerzeuger Resch&Frisch mit Zentrale neuerdings in Gunskirchen im Bezirk Wels-Land hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 9,68 Prozent auf 142,8 Mio. Euro gesteigert. Auf die Frage, ob der Gewinn dabei mitgehalten hat, antwortete Firmeneigentümer Josef Resch mit einem knappen "Ja". Konkrete Zahlen nannte er in einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz nicht.

Der nach eigenen Angaben hinter Ölz zweitgrößte Backwarenerzeuger Österreichs, der seine Zentrale von Wels nach Gunskirchen verlegt hat, ist auf 4 Schienen unterwegs: Eine davon ist die Belieferung von 18.000 Gastronomie- und Hotelleriebetrieben in 13 Ländern Europas. Resch war am Dienstag vor der Abreise nach Kroatien, wo drei Standorte in Zagreb, Split und Rijeka geplant sind. Die Hauptmärkte sind aber Österreich, Deutschland, Italien und die Schweiz. Ausgerechnet in Oberitalien ist neben den Handsemmeln das wie alles andere auch in Österreich erzeugte Pizzasortiment ein Exportschlager.

Weiters werden mit "Back's Zuhause" mit insgesamt 140 Produkten 180.000 Privatkunden in Österreich, 20.000 in Bayern sowie 15.000 über einen Glutenfrei-Onlineshop bundesweit in Deutschland beliefert. Dazu kommt noch der Einzelhandel in zuletzt von 46 auf 48 gestiegenen Filialen inklusive 11 mobilen in Oberösterreich und Salzburg, die täglich von insgesamt 28.000 Kunden frequentiert werden. Für heuer liegt die Zielsetzung bei 2 bis 3 zusätzlichen Filialen. Die größten Anteile am Umsatz haben der Gastrobereich mit 50 und die Privatkunden mit 30 Prozent. Mit letzterem "verdienen wir das meiste Geld, mehr als mit den anderen. Da gibt es keine Konkurrenz. Das haben wir auch 10 Jahre lang aufgebaut", resümiert Resch.

Das jüngste Standbein ist unter der Marke "Liebesbrot" ein Konzept aus Brasserie mit Speisen zusätzlich zu Bäckerei, Konditorei und Cafe an vorerst nur einem Standort in Leonding. Diese vorgekochten Gerichte können in der Filiale, daheim oder in einer Kantine fertig-gekocht werden. Sie werden noch in einer 150 Quadratmeter großen Küche erzeugt. Ihr Ausbau auf 2.000 Quadratmeter ist im Gange, weil auch eine Reihe von Firmen Interesse im Bereich der Mitarbeiter-Verpflegung angemeldet haben. Sie wird in Gunskirchen eingerichtet.

Dort wurde vor 2 Jahren für die Expansionspläne von Resch das ehemalige Schausberger-Werk mit 36.000 Quadratmetern Betriebsgebäude gekauft und seither intensiv saniert und entwickelt - veranschlagte Projektkosten: 75 Mio. Euro. Die Zentrale mit über 100 Büroräumen ist bereits von Wels dorthin übersiedelt. Weiters sollen dort u.a. Fertigungslinien mit Schwerpunkt "Manufaktur", eine Premiumbäckerei und eine Schaubackstube mit zuletzt insgesamt 250 neuen Arbeitsplätzen bis 2022 entstehen.

Geführt werden zudem Gespräche mit Vertretern unter anderem in China, Indien und dem Iran. Dorthin sollen nicht fertige Produkte, sondern gegen Entgelt das Know-how von Resch&Frisch exportiert werden. Für heuer ist laut Firmenchef ein Umsatz von 148 Mio. Euro "vorsichtig geplant". Vor allem in der Gastroschiene ließen perfekte Schneeverhältnissen im Jänner und Februar und sehr gute Auslastungen in den Tourismusregionen "große Zuversicht für ein erfolgreiches 2018" zu. Die Zahl der Mitarbeiter ist zuletzt von 1.550 auf 1.600 gestiegen, davon 1.000 in Oberösterreich. Heuer sollen zwischen 70 und 100 dazukommen.

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