Republikaner im US-Kongress streiten über Steuerreform

Washington (APA/Reuters) - Die Republikaner im US-Kongress liegen bei ihren Plänen für die größte Steuerreform seit den 80er Jahren noch weit auseinander. Mitglieder des Senates präsentierten am Donnerstag Vorschläge, die in wichtigen Punkten von denen des Repräsentantenhauses abweichen.

So gibt es Streit über die Senkung der Unternehmenssteuern: Beide Parlamentskammern wollen sie zwar von 35 auf 20 Prozent senken. Nach dem Wunsch von Senatoren soll dies aber erst 2019 und nicht sofort geschehen. Der Konflikt belastete am Donnerstag auch die Finanzmärkte, die seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump auf das Projekt hoffen.

Allgemein zielen die Pläne von Senat und Repräsentantenhaus beide darauf ab, die Steuersätze für Großverdiener und Unternehmen deutlich zu senken. Große Gewinner wären international aufgestellte US-Konzerne. So sagte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn im Sender CNBC, bei "großen Firmenchefs" sei die Begeisterung am größten. Die Demokraten haben kritisiert, dass die Steuerreform dem Durchschnittsamerikaner kaum hilft.

Ein wichtiger Streitpunkt zwischen Senat und Repräsentantenhaus ist auch die Frage, wie Steuern von Bundesstaaten und Gemeinden mit denen des Bundes aufgerechnet werden. Bisher kommen besonders Bürger in Staaten mit hohen Steuersätzen wie Kalifornien oder New York - die bei Wahlen meist Demokraten bevorzugen - in den Genuss von Abschlägen. Diese Vergünstigung soll nach dem Plan des Senates vollständig gestrichen werden. Die Republikaner im Repräsentantenhaus wollen sie teilweise erhalten.

Nach dem Willen der Republikaner soll die Reform trotz der Differenzen bis zum Ende des Jahres verabschiedet sein. Für Trump wäre es der erste große Erfolg im Kongress, nachdem die Rückabwicklung der Gesundheitsreform Obamacare scheiterte.

Das Repräsentantenhaus soll bereits in der kommenden Woche über die eigenen Pläne abstimmen. Der Senat ist noch nicht soweit. Dort muss noch ein Gesetzentwurf geschrieben werden. Die Republikaner haben zwar in beiden Kammern die Mehrheit. Im Senat beträgt sie aber nur 52 zu 48 Stimmen. Damit die Reform gelingt, müssen sich beide Kammern am Ende auf einen gemeinsamen Entwurf einigen.

Leverkusen/St. Louis (APA/dpa) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann mit der Integration des übernommenen US-Saatgutunternehmens Monsanto beginnen. Mit dem nun vollzogenen Verkauf von Geschäftsteilen an den deutschen Konkurrenten BASF sind die Voraussetzungen erfüllt, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Bayer ist bereits seit dem 7. Juni alleiniger Eigentümer von Monsanto.
 

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Bayer beginnt mit Monsanto-Integration

New York/Palo Alto (Kalifornien) (APA/Reuters) - Tesla-Chef Elon Musk und seinem Unternehmen drohen nach Einschätzung von Rechtsexperten keine drakonischen Strafen für die womöglich voreilige Ankündigung eines Börsenabschieds per Twitter.
 

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Experten - Tesla-Chef kann auf Milde der Börsenaufsicht hoffen

Wolfsberg (APA) - Das australische Unternehmen European Lithium, das auf der Koralpe im Süden Österreichs Lithium abbauen möchte, ist auf Investorensuche. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (AG) und ein Listing im amtlichen Handel an der Wiener Börse seien geplant, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Seit Oktober 2017 notiert European Lithium bereits am Dritten Markt der Wiener Börse.
 

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European Lithium will in amtlichen Handel an Wiener Börse