Republik Österreich nimmt 1,1 Mrd. Euro am Kapitalmarkt auf

Wien - Die Republik Österreich wird morgen, Dienstag, erstmals in diesem Jahr wieder am internationalen Kapitalmarkt aktiv. Über die Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA werden in einer Auktion zwei bereits im Umlauf befindliche Bundesanleihen um 1,1 Mrd. Euro aufgestockt, geht aus dem Auktionskalender der ÖBFA hervor. Das genaue Volumen und die Zinssätze der Aufstockung werden bei der Auktion festgelegt.

Geplant ist die Aufstockung der knapp zehnjährigen 1,65-Prozent-Bundesanleihe und der knapp fünfjährigen 0,25-Prozent-Anleihe.

Die morgige Kapitalaufnahme dürfte für Österreich wieder sehr günstig ausfallen. Am Sekundärmarkt rentieren zehnjährige österreichische Staatsanleihen derzeit mit 0,62 Prozent und damit etwas über dem bisherigen Rekordtief von 0,57 Prozent vom 7. Jänner dieses Jahres. Bei der letzten Aufstockung im Dezember wurde eine durchschnittliche Rendite von 0,825 Prozent erzielt.

Die Rendite für fünfjährige österreichische Staatsanleihen liegt am Sekundärmarkt aktuell bei 0,087 Prozent. In diesem Laufzeitenbereich lag das bisherige Allzeittief bei 0,07 Prozent.

Österreich benötigt im laufenden Jahr wie berichtet deutlich weniger frisches Kapital. Die ÖBFA plant die Aufnahme von 22 bis 24 Mrd. Euro. Das sind um 20 Prozent weniger als die 29 Mrd. Euro, die 2014 aufgenommen wurden. Der größte Teil der Neuaufnahmen wird für Tilgungen auslaufender Bundesanleihen benötigt.

Das Volumen der Bundesanleiheemissionen wird von rund 21 Mrd. auf 15 bis 19 Mrd. Euro zurückgehen. Das restliche Volumen von bis zu 5 Mrd. Euro geht in Schatzscheine (T-Bills) oder EMTN (Euro Medium Term Notes). Dabei handelt es sich um mittelfristigen Schuldverschreibungen mit Laufzeiten zwischen ein und zehn Jahren. Die geplante Neuverschuldung entspricht in etwa 2 Prozent der gesamten Kapitalaufnahme der Eurozone.

Auch heuer sind wieder ein bis zwei syndizierte Anleihenemissionen geplant. Mit diesen eher großvolumigen Emissionen werden üblicherweise neue Bundesanleihen geöffnet. Bei den sonst üblichen monatlichen Auktionsterminen werden dagegen bereits im Markt befindliche Bundesanleihen aufgestockt. Neu hinzukommen sollen im kommenden Jahr sogenannte Floating Rate Notes (FRNs) unter österreichischem Recht.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro