Republik wird weitere 1,3 Mrd. Euro frisches Kapital aufnehmen

Wien - Die Republik Österreich wird am kommenden Dienstag bei einer Auktion von Bundesanleihen weitere rund 1,3 Mrd. Euro an frischem Geld aufnehmen. Geplant ist die Aufstockung von zwei Bundesanleihen. Volumen und Preis werden bei der Auktion festgelegt. Das heurige Anleihen-Finanzierungsvolumen erhöht sich somit auf 17,6 Mrd. Euro.

Aufgestockt werden soll die 2,40-Prozent-Bundesanleihe 2013-2034/1 mit einer Restlaufzeit von rund 19 Jahren. Sie wurde zuletzt im Februar um rund eine halbe Milliarde aufgestockt. Die durchschnittliche Rendite betrug damals 0,827 Prozent. Aktuell rentiert sie im Handel am Sekundärmarkt mit 1,27 Prozent.

Die zweite geplante Aufstockung betrifft die 1,20-Prozent-Bundesanleihe 2015-2025/1 mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren. Sie wurde zuletzt Anfang Oktober um 770 Mio. Euro aufgestockt. Die durchschnittliche Rendite betrug 0,839 Prozent. Am Sekundärmarkt wird sie aktuell mit eine Rendite von 0,73 Prozent gehandelt.

Die Renditen für österreichische Staatsanleihen sind in den vergangenen Monaten nach einem Jahreshoch im Juli wieder leicht zurückgegangen. Die Refinanzierung wird für den Staat also wieder günstiger.

Mit den beiden in der kommenden Woche geplanten Emissionen hat Österreich heuer in Summe 17,6 Mrd. Euro Kapital in Form von Bundesanleihen aufgenommen. Das liegt bereits innerhalb des geplanten heurigen Finanzierungsvolumens von 15 bis 19 Mrd. Euro. Im Jahr davor wurden Bundesanleihen im Volumen von rund 21 Mrd. Euro emittiert. Eine letzte Auktion ist heuer noch am 15. Dezember geplant.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen