Renzi gegen Stopp von Ölbohrungen in der Adria

Nachdem das Verfassungsgericht in Rom diese Woche einen Referendumsantrag über Ölbohrungen in nationalen Meeresgewässern für verfassungskonform erklärt hat, hat Italiens Premier Matteo Renzi am Freitag die Ölsuche im Mittelmeer verteidigt. Tausende Jobs könnten wegfallen, sollten bereits laufende Ölbohrungen gestoppt werden, wies es der Referendumsantrag fordert.

Im Oktober soll das Referendum über die Dauer von vergebenen Konzessionen für die Suche nach Ölfeldern und für Ölbohrungen im Mittelmeer voraussichtlich stattfinden. Diese Konzessionen betreffen hauptsächlich Ölfelder in der Adria-Region Emilia Romagna und Sizilien. Der Referendumsantrag war von neun Regionen eingereicht worden, die sich gegen die Bohrungen wehren. Das Referendum könnte mit der Volksabstimmung zur Senatsreform zusammenfallen, die die Regierung Renzi im kommenden Oktober plant.

"Es ist kontraproduktiv, bereits laufende Ölbohrungen zu stoppen, weil dadurch tausende Jobs gefährdet wären. Das Referendum betrifft nicht neue Ölbohrungen in der Adria, sondern bereits laufende. Die Regierung ist für die Vernunft, doch die Italiener haben das letzte Wort", sagte Renzi in einem Radiointerview am Freitag.

Laut Schätzungen liegen allein in der Adria noch Reserven von 70 Mio. Barrel Rohöl und 900 Mrd. Kubikmetern Gas. Umweltschützer befürchten jedoch, dass wegen der Bohrarbeiten der Meeresboden absinken könnte, was zu erheblichen Schäden führen würde.

Leverkusen/St. Louis (APA/dpa) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann mit der Integration des übernommenen US-Saatgutunternehmens Monsanto beginnen. Mit dem nun vollzogenen Verkauf von Geschäftsteilen an den deutschen Konkurrenten BASF sind die Voraussetzungen erfüllt, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Bayer ist bereits seit dem 7. Juni alleiniger Eigentümer von Monsanto.
 

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Bayer beginnt mit Monsanto-Integration

New York/Palo Alto (Kalifornien) (APA/Reuters) - Tesla-Chef Elon Musk und seinem Unternehmen drohen nach Einschätzung von Rechtsexperten keine drakonischen Strafen für die womöglich voreilige Ankündigung eines Börsenabschieds per Twitter.
 

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Experten - Tesla-Chef kann auf Milde der Börsenaufsicht hoffen

Wolfsberg (APA) - Das australische Unternehmen European Lithium, das auf der Koralpe im Süden Österreichs Lithium abbauen möchte, ist auf Investorensuche. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (AG) und ein Listing im amtlichen Handel an der Wiener Börse seien geplant, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Seit Oktober 2017 notiert European Lithium bereits am Dritten Markt der Wiener Börse.
 

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European Lithium will in amtlichen Handel an Wiener Börse