Renzi gegen Stopp von Ölbohrungen in der Adria

Nachdem das Verfassungsgericht in Rom diese Woche einen Referendumsantrag über Ölbohrungen in nationalen Meeresgewässern für verfassungskonform erklärt hat, hat Italiens Premier Matteo Renzi am Freitag die Ölsuche im Mittelmeer verteidigt. Tausende Jobs könnten wegfallen, sollten bereits laufende Ölbohrungen gestoppt werden, wies es der Referendumsantrag fordert.

Im Oktober soll das Referendum über die Dauer von vergebenen Konzessionen für die Suche nach Ölfeldern und für Ölbohrungen im Mittelmeer voraussichtlich stattfinden. Diese Konzessionen betreffen hauptsächlich Ölfelder in der Adria-Region Emilia Romagna und Sizilien. Der Referendumsantrag war von neun Regionen eingereicht worden, die sich gegen die Bohrungen wehren. Das Referendum könnte mit der Volksabstimmung zur Senatsreform zusammenfallen, die die Regierung Renzi im kommenden Oktober plant.

"Es ist kontraproduktiv, bereits laufende Ölbohrungen zu stoppen, weil dadurch tausende Jobs gefährdet wären. Das Referendum betrifft nicht neue Ölbohrungen in der Adria, sondern bereits laufende. Die Regierung ist für die Vernunft, doch die Italiener haben das letzte Wort", sagte Renzi in einem Radiointerview am Freitag.

Laut Schätzungen liegen allein in der Adria noch Reserven von 70 Mio. Barrel Rohöl und 900 Mrd. Kubikmetern Gas. Umweltschützer befürchten jedoch, dass wegen der Bohrarbeiten der Meeresboden absinken könnte, was zu erheblichen Schäden führen würde.

Tokio (APA/Reuters) - Die japanische Regierung schiebt ihr Ziel eines ausgeglichenen Staatshaushalts einem Medienbericht zufolge auf die lange Bank. Die Ausgaben sollen die Einnahmen nun erst 2025 decken und damit fünf Jahre später als bisher geplant, berichtete die Tageszeitung "Nikkei" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf den Budgetentwurf.
 

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Bericht - Japan erwartet erst 2025 ausgeglichenes Budget

Wien/Linz (APA) - Der heutige 33. Tag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat gleich mit einigen Absenzen begonnen. Der Schweizer Vermögensverwalter Norbert Wicki und ein Angeklagter zur Causa Linzer Terminal Tower ließen sich durch ihre Anwälte entschuldigen.
 

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Grasser-Prozess - Drei Angeklagte heute nicht da

Wien (APA) - Die arabische Fluglinie Kuwait Airways, die zuletzt in Deutschland für Kritik sorgte, weil sie die Beförderung eines Israelis verweigert hatte, wird ab Juni auch nach Wien fliegen, berichtet die "Presse" am Mittwoch. Geplant sind demnach drei wöchentliche Direktverbindungen zwischen Wien und dem internationalen Flughafen in Kuwait. Vorerst soll die Fluglinie bis September nach Wien fliegen.
 

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Antiisraelische Fluglinie Kuwait Airways fliegt ab Juni nach Wien