Renzi gegen Stopp von Ölbohrungen in der Adria

Nachdem das Verfassungsgericht in Rom diese Woche einen Referendumsantrag über Ölbohrungen in nationalen Meeresgewässern für verfassungskonform erklärt hat, hat Italiens Premier Matteo Renzi am Freitag die Ölsuche im Mittelmeer verteidigt. Tausende Jobs könnten wegfallen, sollten bereits laufende Ölbohrungen gestoppt werden, wies es der Referendumsantrag fordert.

Im Oktober soll das Referendum über die Dauer von vergebenen Konzessionen für die Suche nach Ölfeldern und für Ölbohrungen im Mittelmeer voraussichtlich stattfinden. Diese Konzessionen betreffen hauptsächlich Ölfelder in der Adria-Region Emilia Romagna und Sizilien. Der Referendumsantrag war von neun Regionen eingereicht worden, die sich gegen die Bohrungen wehren. Das Referendum könnte mit der Volksabstimmung zur Senatsreform zusammenfallen, die die Regierung Renzi im kommenden Oktober plant.

"Es ist kontraproduktiv, bereits laufende Ölbohrungen zu stoppen, weil dadurch tausende Jobs gefährdet wären. Das Referendum betrifft nicht neue Ölbohrungen in der Adria, sondern bereits laufende. Die Regierung ist für die Vernunft, doch die Italiener haben das letzte Wort", sagte Renzi in einem Radiointerview am Freitag.

Laut Schätzungen liegen allein in der Adria noch Reserven von 70 Mio. Barrel Rohöl und 900 Mrd. Kubikmetern Gas. Umweltschützer befürchten jedoch, dass wegen der Bohrarbeiten der Meeresboden absinken könnte, was zu erheblichen Schäden führen würde.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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