Rekordarbeitslosigkeit: Arbeitsmarktgipfel auf September verschoben

Der von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) für Juni oder Juli versprochene Arbeitsmarktgipfel findet nun im September statt. "Es gibt ein Bündel von Dingen, die wir ganz gerne abarbeiten wollen und auch intern tun. Solange wir noch in der Arbeitsphase sind, gibt es von mir keine mediale Begleitmusik", sagte Hundstorfer im Ö1-Morgenjournal.

Derzeit gebe es Gespräche mit Experten und Sozialpartner, so der Sozialminister am Donnerstag gegenüber dem ORF-Radio. Die Fronten in Arbeitsmarktfragen gelten zwischen den Sozialpartnern als verhärtet. Die Wirtschaftskammer fordert flexiblere Arbeitszeiten und Wachstumsmaßnahmen, die Gewerkschaft drängt auf einen Überstunden-Euro, Reduktion der Normalarbeitszeit und einen leichteren Zugang zur sechsten Urlaubswoche.

Die Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenquote war in Österreich in den vergangenen 60 Jahren noch nie so hoch wie heute. Die um jahreszeitliche Schwankungen korrigierte erweiterte Arbeitslosenquote inklusive Schulungsteilnehmer lag Ende Juni in Österreich bereits bei 10,9 Prozent, geht aus aktuellen Berechnungen des Wifo hervor. Gegenüber Mai gab es damit einen Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. Zum Vergleich: Im Juni 2008 - also vor der Wirtschaftskrise - lag die saisonbereinigte erweiterte Arbeitslosenquote bei 7,0 Prozent.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) bereinigt die Arbeitslosenzahlen um Saison- und Arbeitstagseffekte sowie irreguläre Schwankungen, wodurch eine präzisere Betrachtung der Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht werden soll.

In der offiziellen Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) wird die nationale Arbeitslosenquote (ohne Schulungsteilnehmer) per Ende Juni mit 8,3 Prozent ausgewiesen.

Brüssel (APA/dpa) - EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger scheint mit seinen Forderungen nach einem schnellen Abschluss der EU-Finanzplanungen für das kommende Jahrzehnt abzublitzen. Für Frankreich gehe es darum, ein gutes Budget für die Zeit ab 2021 zu haben und nicht darum, vor der Europawahl im Mai 2019 fertig zu sein, sagte die französische Europaministerin Nathalie Loiseau am Montag am Rande von EU-Beratungen.
 

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EU-Staaten bremsen bei Einigung auf nächsten Finanzrahmen

Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Aufarbeitung des Dieselskandals wird Volkswagen nach eigener Darstellung noch viele Jahre beschäftigen. Der Konzern habe zwar deutliche Fortschritte gemacht, sagte Vorstandschef Herbert Diess der Zeitschrift "Automobilwoche". Es gebe aber immer noch viel zu tun.
 

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Volkswagen-Chef Diess: Bewältigung des Dieselskandal dauert noch lang

Frankfurt/Rom (APA/Reuters) - Der Konflikt um die Budgetpläne der italienischen Regierung treibt die Europäische Zentralbank (EZB) um. In Europa gebe es wieder Sorgen hinsichtlich der Tragfähigkeit der Schulden von Staaten und Privatwirtschaft, sagte EZB-Vizechef Luis de Guindos am Montag auf einer Finanzkonferenz in Frankfurt. "Was die öffentlichen Finanzen angeht ist Italien gegenwärtig der prominenteste Fall."
 

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EZB-Vize sorgt sich um Schuldenberg Italiens