Regulierer fordern nicht noch mehr Kapital bei Banken

London - Banken müssen sich bei der nächsten Regulierungs-Runde offenbar nicht auf noch höhere Eigenkapitalanforderungen gefasst machen. "Im Baseler Ausschuss ist es nicht die vorherrschende Meinung, dass wir mehr und mehr Kapital brauchen", sagte der Generalsekretär des Gremiums der weltweit wichtigsten Regulierer für die Branche, William Coen, auf einer Konferenz des britischen Bankenverbandes.

Der Baseler Ausschuss habe ein gutes Maß für die Kapitalausstattung der Geldhäuser gefunden. Banken stellen sich bereits auf "Basel IV" ein, ein Regelwerk, mit dem die derzeit geltenden "Basel-III"-Regeln überarbeitet werden sollen. Coen sagte, er beobachte, dass der politische Rückhalt für eine weitergehende Reform der Bankenregulierung in einigen Ländern schwinde.

Zunächst steht die Neuregelung des Umgangs mit Marktrisiken an, die bis Ende dieses Jahres stehen soll, wie Coen sagte. "Damit wollen wir die Arbitrage-Möglichkeiten zwischen dem Bank- und dem Handelsbuch reduzieren", sagte der Generalsekretär. Im Bankbuch, in dem strategische Finanzanlagen gebucht werden sollen, werden Papiere anders bewertet als im Handelsbuch, wo die Institute in der Regel ihre kurzfristigen Handelsbestände buchen. Die Grauzone zwischen beiden Kategorien wird gern genutzt, um Abschreibungen zu vermeiden. Sicher werde es bei einigen Banken Kapitalerhöhungen geben, sagte Coen.

Paris (APA/AFP) - Die L'Oreal-Erbin Liliane Bettencourt ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das teilte am Donnerstag die Tochter der Multi-Milliardärin mit, deren Finanzaffären jahrelang Frankreich und die Anhänger des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy in Atem gehalten hatten. Bettencourt starb demnach "friedlich" zu Hause.
 

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L'Oreal-Milliardärin Liliane Bettencourt ist tot

London (APA/AFP) - Vor einer Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May zum Brexit hat die EU den Druck auf London erhöht. Er halte eine rasche Einigung über den Rückzug Großbritanniens aus der Europäischen Union noch für möglich, sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier am Donnerstag in Rom. Dafür müsse London aber "ab nächster Woche" konkrete Vorschläge vorlegen.
 

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EU erhöht Druck auf London vor nächster Brexit-Verhandlungsrunde

Washington (APA/AFP) - Mercedes weitet seine Produktion in den USA deutlich aus. Zusätzlich eine Mrd. Dollar (832,85 Mio. Euro) soll in den Standort im Südstaat Alabama investiert werden, teilte der Autobauer am Donnerstag anlässlich der Feier zum 20. Jahrestag des Produktionsbeginns in dem Werk in Tuscaloosa mit. Das Werk wird unter anderem auch vom heimischen Stahl- und Technologiekonzern voestalpine beliefert.
 

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Mercedes investiert eine Milliarde Dollar in US-Standort