Regulierer fordern nicht noch mehr Kapital bei Banken

London - Banken müssen sich bei der nächsten Regulierungs-Runde offenbar nicht auf noch höhere Eigenkapitalanforderungen gefasst machen. "Im Baseler Ausschuss ist es nicht die vorherrschende Meinung, dass wir mehr und mehr Kapital brauchen", sagte der Generalsekretär des Gremiums der weltweit wichtigsten Regulierer für die Branche, William Coen, auf einer Konferenz des britischen Bankenverbandes.

Der Baseler Ausschuss habe ein gutes Maß für die Kapitalausstattung der Geldhäuser gefunden. Banken stellen sich bereits auf "Basel IV" ein, ein Regelwerk, mit dem die derzeit geltenden "Basel-III"-Regeln überarbeitet werden sollen. Coen sagte, er beobachte, dass der politische Rückhalt für eine weitergehende Reform der Bankenregulierung in einigen Ländern schwinde.

Zunächst steht die Neuregelung des Umgangs mit Marktrisiken an, die bis Ende dieses Jahres stehen soll, wie Coen sagte. "Damit wollen wir die Arbitrage-Möglichkeiten zwischen dem Bank- und dem Handelsbuch reduzieren", sagte der Generalsekretär. Im Bankbuch, in dem strategische Finanzanlagen gebucht werden sollen, werden Papiere anders bewertet als im Handelsbuch, wo die Institute in der Regel ihre kurzfristigen Handelsbestände buchen. Die Grauzone zwischen beiden Kategorien wird gern genutzt, um Abschreibungen zu vermeiden. Sicher werde es bei einigen Banken Kapitalerhöhungen geben, sagte Coen.

Aylesbury (APA/AFP/Reuters/dpa) - Großbritannien und die USA haben sich nach Angaben von Premierministerin Theresa May darauf geeinigt, ein gemeinsames Freihandelsabkommen anzustreben. Beide Länder wollten unter anderem einen "Gold Standard" bei der Kooperation in Finanzdienstleistungen setzen, sagte May am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump auf dem Landsitz Chequers bei London.
 

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May: London und Washington wollen "ambitioniertes" Handelsabkommen

Madrid (APA/Reuters) - Auch an Spaniens Flughäfen müssen die Urlauber mitten in der Ferienzeit mit Streiks rechnen. Die größte Gewerkschaft des Landes rief am Freitag mehr als 60.000 Gepäckabfertiger und andere Airport-Mitarbeiter an allen spanischen Flughäfen dazu auf, Anfang August ihre Arbeit niederzulegen.
 

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Auch an Spaniens Flughäfen drohen Anfang August Streiks

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