Regulierer fordern nicht noch mehr Kapital bei Banken

London - Banken müssen sich bei der nächsten Regulierungs-Runde offenbar nicht auf noch höhere Eigenkapitalanforderungen gefasst machen. "Im Baseler Ausschuss ist es nicht die vorherrschende Meinung, dass wir mehr und mehr Kapital brauchen", sagte der Generalsekretär des Gremiums der weltweit wichtigsten Regulierer für die Branche, William Coen, auf einer Konferenz des britischen Bankenverbandes.

Der Baseler Ausschuss habe ein gutes Maß für die Kapitalausstattung der Geldhäuser gefunden. Banken stellen sich bereits auf "Basel IV" ein, ein Regelwerk, mit dem die derzeit geltenden "Basel-III"-Regeln überarbeitet werden sollen. Coen sagte, er beobachte, dass der politische Rückhalt für eine weitergehende Reform der Bankenregulierung in einigen Ländern schwinde.

Zunächst steht die Neuregelung des Umgangs mit Marktrisiken an, die bis Ende dieses Jahres stehen soll, wie Coen sagte. "Damit wollen wir die Arbitrage-Möglichkeiten zwischen dem Bank- und dem Handelsbuch reduzieren", sagte der Generalsekretär. Im Bankbuch, in dem strategische Finanzanlagen gebucht werden sollen, werden Papiere anders bewertet als im Handelsbuch, wo die Institute in der Regel ihre kurzfristigen Handelsbestände buchen. Die Grauzone zwischen beiden Kategorien wird gern genutzt, um Abschreibungen zu vermeiden. Sicher werde es bei einigen Banken Kapitalerhöhungen geben, sagte Coen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

Newsticker

Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

Newsticker

Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

Newsticker

Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen