Regulierer erwägen härtere Auflage für weltgrößte Banken

Die weltgrößten Geldhäuser müssen sich künftig auf strengere Kapitalregeln einstellen. Sie müssen sich auf eine neue Vorgabe bei der Verschuldungsquote einstellen, die künftig zwischen vier und sechs Prozent betragen soll.

Brüssel. Die weltgrößten Geldhäuser müssen sich künftig auf strengere Kapitalregeln einstellen. Die meisten Institute sollten zwar wie bisher eine Verschuldungsquote (Leverage Ratio) von mindestens drei Prozent aufweisen, erklärte die Gruppe der Zentralbankpräsidenten und Leiter der Bankenaufsichtsinstanzen (GHOS) am Montag.

Für die 30 global systemrelevanten Banken habe die GHOS aber "zusätzliche Anforderungen" diskutiert. Zu diesen Instituten zählen unter anderem die Deutsche Bank, BNP Paribas und Goldman Sachs.

Die Leverage Ratio beschreibt das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme. Sie ist - im Gegensatz zur harten Kernkapitalquote (CET1) - unabhängig vom Risikogehalt der Bankgeschäfte. Die Deutsche Bank will die Postbank unter anderem deshalb verkaufen, weil sie auf diese Weise ihre Leverage Ratio verbessern kann. Ende September lag die Kennziffer bei Deutschlands größtem Geldhaus bei 3,6 Prozent. Bis Ende 2018 peilt das Frankfurter Institut mindestens 4,5 Prozent an, bis Ende 2020 mindestens fünf Prozent.

Die Regulierer haben noch nicht entschieden, wie hoch die Zuschläge für die weltgrößten Banken ausfallen. Unklar ist auch noch, ob der Aufschlag pauschal erhoben wird oder ob er von der Größe der Institute abhängt. Eine Entscheidung über die Details der Leverage Ratio solle 2016 fallen, erklärte die GHOS, das Führungsorgan des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht. Die Banken hätten dann genügend Zeit, um sich bis zum Inkrafttreten der Regeln 2018 darauf einzustellen. Die Aufsichtsbehörden in den USA, der Schweiz und Großbritannien haben bereits deutlich gemacht, dass sie von ihren Großbanken Leverage Ratios zwischen vier und sechs Prozent erwarten.

Neben der Leverage Ratio hat sich die GHOS auch mit Sicherheitspuffern im Handel beschäftigt. Bei der Überprüfung der Handelsgeschäfte geht es unter anderem darum, welche internen Modelle Großbanken benutzen dürfen, um zu berechnen, mit wie viel Kapital sie bestimmte Handelsgeschäfte unterlegen müssen. Die Regulierer wollen dabei den Gestaltungsspielraum der Banken beschränken. Unter dem Strich sollten die Kapitalanforderungen aber nicht deutlich steigen, erklärte die GHOS. Sie will die Details ihrer Pläne im Laufe der Woche vorstellen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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