Reguläre Jobs werden in Deutschland seltener

Berlin - In Teilzeit, als Leiharbeiter, befristet oder in einem Minijob: Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland verdienen ihr Geld mit einer sogenannten atypischen Beschäftigung. Die Zahl der Betroffenen stieg innerhalb von 20 Jahren um mehr als 72 Prozent von 4,4 auf 7,6 Millionen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort der Berliner Regierung auf eine Anfrage der Linkenfraktion hervorgeht.

Die Zahl der klassischen Arbeitsverhältnisse ging zurück. Während 1993 fast 77 Prozent der Erwerbstätigen zu den sogenannten Normalarbeitnehmern gehörten und in Vollzeit oder in Teilzeit mit mindestens 21 Stunden pro Woche unbefristet angestellt waren, waren es 2013 nur noch 67,5 Prozent, wie aus einer Aufstellung des deutschen Arbeitsministeriums hervorgeht. Mehr als jeder Fünfte ging 2013 demnach einer atypischen Beschäftigung nach - ihr Anteil an den Erwerbstätigen stieg innerhalb von 20 Jahren von 13,1 auf 21,4 Prozent.

Deutlich angestiegen sei auch die Zahl der Leiharbeiter, die sich zwischen 1995 und 2013 mehr als vervierfacht habe, teilte die Linkenfraktion in ihrer Auswertung der Regierungsantwort mit. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten sei um 277 Prozent von 649.000 auf 2,44 Millionen gestiegen.

Befristet arbeiteten demnach 2013 insgesamt 2,5 Millionen Menschen, während es 20 Jahre zuvor noch 1,8 Millionen gewesen waren. Einer Teilzeitbeschäftigung mit weniger als 20 Wochenstunden gingen fünf Millionen Menschen nach - ein Anstieg um 80 Prozent verglichen mit 1993.

"Reguläre Vollzeitjobs kennen junge Leute nur noch aus Erzählungen", kritisierte die Linken-Abgeordnete Jutta Krellmann. Beschäftigte litten heutzutage "unter erzwungener Teilzeit, Minijobs, Befristungen, Leiharbeit." Gute Arbeit aber müsse sicher sein, nach dem Tarifvertrag bezahlt werden und Mitgestaltungsmöglichkeiten bieten.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los