Regierung lockert Informationspflichten für Crowdinvesting

Wien (APA) - Firmen haben es künftig leichter, sich über Crowdfunding oder Crowdinvesting zu finanzieren. Die Regierung hat am Mittwoch eine Lockerung bei den Informationspflichten beschlossen und dafür neue Schwellenwerte festgelegt. Bis 250.000 Euro bestehen nun gar keine Informationspflichten mehr, gab Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) bekannt.

Früher lag die Schwelle schon bei 100.000 Euro. "Durch die Ausweitung der Schwellenwerte erleichtern wir die Kapitalisierung unserer Unternehmen und bauen bürokratische Hürden ab", so Schramböck. Die Regierung hat die Novellierung des Alternativfinanzierungsgesetzes (AltFG) heute im Ministerrat beschlossen.

Zwischen 250.000 und weniger als 2 Mio. Euro ist sowohl für Wertpapiere als auch für Veranlagungen das Informationsblatt nach AltFG zu erstellen. Eine Ausnahme besteht für Veranlagungen, deren aushaftender Betrag binnen sieben Jahren 5 Mio. Euro übersteigt. Solche unterliegen der Prospektpflicht gemäß Kapitalmarktgesetz (KMG).

Bei Emissionen zwischen 2 und weniger als 5 Mio. Euro wird in Zukunft ein vereinfachtes Prospekt verlangt. Ab einem Emissionsvolumen von 5 Mio. Euro ist der volle Kapitalmarktprospekt notwendig.

Das Limit für Anleger in der Höhe von 5.000 Euro, samt der Möglichkeit für höhere Investitionen, bleibe aus Anlegerschutzgründen erhalten, heißt es.

Seit Bestehen der österreichischen Crowdinvesting-Plattformen im Jahr 2013 wurden insgesamt 53,7 Mio. Euro für 199 Projekte eingesammelt.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver