Regierung in Rom vor Start exklusiver Gespräche für Alitalia

Rom (APA) - Die italienische Regierung wird Ende dieser Woche oder spätestens Anfang der nächsten bekanntgeben, mit welchem Interessenten sie exklusive Verhandlungen um die Fluggesellschaft Alitalia sie führen wird. Dies berichtete der italienische Industrieminister Carlo Calenda in einem Interview mit Radio Capital am Montag.

"Ich habe keinen Vorzugskandidaten. Für mich ist es eine objektive Angelegenheit. Die Bewertung erfolgt aufgrund der Zahlen", erklärte Calenda. "Die drei Sonderverwalter der Alitalia haben gut gearbeitet. Sie haben die Ausgaben gekürzt und die Lage ist stabil. Allein schafft es Alitalia aber nicht", sagte der Minister.

Laut italienischen Medienberichten ist die deutsche Lufthansa, Konzernmutter der Austrian Airlines, der Favorit der Regierung in Rom bei Gesprächen über den Kauf der Alitalia. Das Angebot der Lufthansa sei besser als jenes von Easyjet und des BAWAG-Großaktionärs Cerberus. Lufthansa kann sich angeblich einen Preis von 300 Mio. Euro für den Alitalia-Flugbetrieb vorstellen.

Alitalia ging im Frühjahr 2017 in die Insolvenz, nachdem sich die Mitarbeiter gegen einen von Gewerkschaften und Management ausgehandelten Rettungsplan gestellt hatten. Seither stützt die Regierung in Rom das Unternehmen mit einem Überbrückungskredit von 900 Mio. Euro.

Die Lufthansa war zuletzt mit der geplanten Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki am Widerstand der EU-Kartellwächter gescheitert. Stattdessen soll Niki an die Muttergesellschaft von British Airways, IAG, verkauft werden.

Ingolstadt (APA/dpa/AFP) - Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland. Das teilte die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die dafür nötige Freigabe erteilt.
 

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Audi startet Rückruf von Diesel-Autos in Deutschland

Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen will beim Umstieg auf die Elektromobilität seine herausgehobene Position in der Autoindustrie behalten. "Wir werden günstiger sein als Tesla und wir haben dann die großen Skaleneffekte", sagte Konzernchef Herbert Diess der Branchenzeitung "Automotive News". Die Plattform sei "bereits für 50 Millionen Elektroautos gebucht, und wir haben Batterien für 50 Millionen Elektroautos beschafft".
 

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Volkswagen-Chef spricht von 50 Millionen Elektroautos

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