Rechnungshof: Steger macht sich selbstständig

Der bei der Kür zum Rechnungshofpräsidenten unterlegene Sektionschef Gerhard Steger scheidet wie angekündigt beim Rechnungshof aus. Wie Steger auf APA-Anfrage sagte, wird er sich ab September als Berater für öffentliches Finanzmanagement mit Schwerpunkt auf den internationalen Bereich selbstständig machen. Den Wahlausgang im Hauptausschuss wollte er nicht kommentieren.

Steger will den Rechnungshof Ende Juni operativ verlassen, seinen Resturlaub konsumieren und ab 1. September beruflich neu starten. Er hatte bereits beim Kandidatenhearing am Mittwoch auf seine zahlreichen internationalen Kontakte verwiesen und angekündigt, aus der öffentlichen Verwaltung ausscheiden zu wollen, wenn er nicht Rechnungshofpräsident werden sollte.

Über Erfahrung im Bereich Finanzmanagement verfügt Steger jedenfalls reichlich: Der heute 58-Jährige leitete ab 1997 die Budgetsektion des Finanzministeriums und gilt als treibende Kraft hinter der Umstellung auf ein neues Haushaltsrecht, das dem Bund ab 2007 eine mehrjährige Finanzplanung und ein neues Rechnungswesen bescherte. 2014 wechselte Steger schließlich zum Rechnungshof, wobei schon damals über eine mögliche Bewerbung für die Nachfolge von Josef Moser gemutmaßt wurde.

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