Rechnungshof empfiehlt Garagenbetreiber Wipark klarere Zielvorgaben

Wien (APA) - Der Rechnungshof empfiehlt dem Wiener Garagenbetreiber Wipark, Tochter der Wiener Stadtwerke, klarere Zielvorgaben für ihre Manager. Jährlich sollte es im Vorhinein Zielvereinbarungen geben, die genau genug sind, um eine "zweifelsfreie" Beurteilung der Leistung zu ermöglichen. Werden die Ziele nicht erreicht, sollten die Prämien gekürzt werden.

Außerdem sollten die Geschäftsführerposten im Gegensatz zur Gepflogenheit im Prüfzeitraum (2012-2015) öffentlich ausgeschrieben werden, schreibt der Rechnungshof in einem am Freitag veröffentlichten Bericht. Kritik gibt es auch an den Ermäßigungen für Beschäftigte öffentlicher Unternehmen: Diese seien an "verstärkt an eine Mindestzahl an gemieteten Stellplätzen zu binden", Kriterien für Sondertarife seien allgemeine "zu definieren und einzuhalten". Es habe Ermäßigungen für einzelne Personen gegeben, die bis zu 72 Prozent betragen haben. Dokumentationen und Begründungen für diese Ermäßigungen seien nicht vorgelegen. Inzwischen gebe es ein Regelwerk, sagt dazu Wipark.

Ende 2015 betreute die Wipark 73 Garagenstandorte mit 20.891 Pkw-Stellplätzen. Ziel war die Konzentration auf Wien, dem wurde durch den Verkauf einer Garage in Graz im Jahr 2013 und einer Beteiligung in Ungarn im Jahr 2015 auch entsprochen, lobt der Rechnungshof. Allerdings gab es bei den Transaktionen einige Formfehler und in Ungarn betrugen "die Aufwendungen für Gutachten, rechtliche Beratung und die Abwicklung des Verkaufsprozesses ... rund 76 % des Verkaufspreises".

Zwischen 2012 und 2015 stieg der Umsatz der Wipark um 40,7 Prozent auf knapp 21 Mio. Euro, der Jahresüberschuss, der 2012 noch leicht negativ gewesen war, stieg laufend bis auf 5,88 Mio. Euro im Jahr 2015. Diese positive Entwicklung habe aber "einen starken Zusammenhang mit der Verlängerung der Nutzungsdauer der Garagen" auf 75 Jahre. Die dadurch verringerte Abschreibung habe das Betriebsergebnis ab 2013 jährlich um rund 2,6 Millionen Euro erhöht. "Der RH erachtete in diesem Zusammenhang zwar eine technische Nutzungsdauer von 75 Jahren für Gebäude als vertretbar; eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 75 Jahren hielt er jedoch für nicht vertretbar."

Auch einige Angaben zu Stellplätzen der Wipark waren für den RH "nicht nachvollziehbar", die Prüfer empfehlen insbesondere, die Angaben zu Stellplätzen auf der Homepage regelmäßig zu aktualisieren.

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Lauda-Airline kann Mitarbeitern in Deutschland Gehalt nicht auszahlen

Der Streit zwischen der Ryanair-Tochter Laudamotion und der Gewerkschaft …