Real Madrid und Atletico Madrid verurteilt

Im Millionenspiel um Fußballtransfers von Nachwuchstalenten hat der Fußballweltverband FIFA Urteile gefällt. Die FIFA sanktioniert die Wechsel von mehreren minderjährigen Spielern. Der FC Barcelona wurde bereits im April 2014 wegen desselben Vergehens bestraft.

Zürich/Madrid. Der Weltfußballverband FIFA hat nach dem FC Barcelona mit Real und Atletico zwei weitere spanische Großclubs mit Transferverboten belegt. Die Madrider Aushängeschilder dürfen nach einem FIFA-Urteil vom Donnerstag in den kommenden beiden Wechselperioden keine neuen Spieler verpflichten. Als Grund nannte die FIFA Verstöße im Zusammenhang mit internationalen Transfers von Spielern unter 18 Jahren.

Die Transfersperre gilt nicht für die aktuelle, bis Ende Jänner laufende Registrierungsperiode. Im kommenden Sommer sowie im darauffolgenden Jänner sind dann aber keine möglichen Zugänge bei Real und Atletico spielberechtigt. Im April 2014 war bereits Barcelona wegen des gleichen Vergehens von der FIFA bestraft worden. Die im Jahr 2015 geholten Profis Arda Turan und Aleix Vidal sind erst seit Jänner für die Katalanen spielberechtigt.

Außerdem muss Atletico 900.000 Schweizer Franken (823.723,23 Euro) zahlen, Real wurde mit einer Pönale von 360.000 Franken (329.489,29 Euro) belegt. Beide Clubs müssen laut FIFA-Mitteilung "die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen legalisieren". Real und Atletico haben noch die Möglichkeit, gegen das Urteil Einspruch zu erheben. Ausgenommen vom Transferverbot sind Akteure, die derzeit verliehen sind. Erlaubt ist auch das Verlängern von Verträgen bzw. der Verkauf von Spielern.

Real soll laut Angaben des Weltverbands von 2005 bis 2014 mehrere minderjährige Spieler registriert haben, bei Atletico war dies zwischen 2007 und 2014 der Fall. Aufgrund von Erkenntnissen des seit Oktober 2010 eingeführten Transferabgleichungssystems TMS hatte die FIFA-Disziplinarkommission ein Verfahren eingeleitet. "Die FIFA arbeitet hart, um die Rechte von Spielern unter 18 zu schützen - egal ob sie männlich oder weiblich, Amateure oder Profis sind", hieß es in einem Statement.

Barcelona erreichte 2014 mit dem Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) zumindest die Aufschiebung der Sperre. Die Katalanen verstärkten sich daraufhin im Sommer 2014 um viel Geld mit Luiz Suarez, Ivan Rakitic oder den Torhütern Marc-Andre ter Stegen und Claudio Bravo.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen