RBI will nach Jahren des Rückbaus wieder wachsen

Wien (APA) - Nach mehreren Jahren des Rückbaus hat die börsennotierte Raiffeisen Bank International (RBI) in einigen Ländern wieder vor, zu wachsen. "Angesichts der guten Kapitalsituation prüfen wir auch Ankäufe von Portfolien", kündigte Bankchef Johann Strobl im Jahresbericht an, der am Mittwoch vorgelegt wurde.

2017 habe die Bank in all ihren Märkten Gewinne schreiben können, schreibt der Vorstand. Russland sei nach vor ein wichtiger Markt, der laut Strobl mit 443 Mio. Euro Gewinn nach Steuern auch 2017 ein bedeutender Ergebnisbringer gewesen sei. Die RBI will auch in Russland wieder wachsen. Zugleich wolle man aber auch an der operativen Effizienz in diesem Land arbeiten, so die Bank.

Was den (nun beendeten) mehrjährigen Dividendenausfall betrifft, so bedankte sich Strobl bei den Aktionären für ihre Geduld und Treue. "In der schwierigen Phase seit 2014 und während des erforderlichen Aufbaus unseres Kernkapitals aufgrund regulatorischer Vorgaben wäre die Auszahlung einer Dividende nicht vertretbar gewesen", erläuterte Strobl im Geschäftsbericht. Dank des Transformationsprogramms und sehr guter Ergebnisse 2017 habe man die Kapitalausstattung nun aber so gestärkt, dass der Hauptversammlung vorgeschlagen werde, je Aktie 62 Cent auszuschütten. Das bedeutet eine Ausschüttungssumme von 204 Mio. Euro bzw. eine Ausschüttungsquote von 18 Prozent.

Ende 2017 hielt die Kernkapitalquote (unter voller Anwendung der Basel-III-Kapitalvorgaben/fully loaded) bei 12,7 Prozent. Mittelfristig sind rund 13 Prozent hartes Kernkapital die Zielquote. Aus Märkten wie Asien, den USA oder Slowenien ist die RBI ausgestiegen. Aus bestimmten Sparten - wie etwa der Autofinanzierung in Russland - hat sie sich zurückgezogen.

In der Jahrespressekonferenz am Vormittag werden Angaben über den Stand der Dinge bei der polnischen Tochterbank Polbank erwartet. Erste Anläufe für einen Verkauf bzw. Börsengang der Polen-Bank waren in den vergangenen Jahren gescheitert. Seit Jahresbeginn schien wieder ein Verkauf am wahrscheinlichsten.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen