RBI sieht 2015 als weiteres Übergangsjahr für Banken in Osteuropa

Wien - Die Aussichten für die Banken in Osteuropa werden von der Raiffeisen Bank International (RBI) weiter verhalten eingeschätzt. 2015 sehen die Experten als ein weiteres Übergangsjahr, wie aus dem heute präsentierten CEE-Banking-Sector-Report hervorgeht. Ein wesentlicher Grund ist die Verschlechterung in Russland, aber auch in anderen Ländern sieht man noch nicht den ganz großen Turnaround.

In einigen Staaten ortet man Fortschritte, allen voran Rumänien und Ungarn. In einigen Länder stehen Anpassungen noch aus, in Kroatien beispielsweise liegt der Anteil der notleidenden Kredite noch bei 20 Prozent.

Das Umfeld habe die Erwartungen übertroffen, so RBI-Chefanalyst Peter Brezinschek am Mittwoch vor Journalisten. So habe es vor rund einem Jahr die Sanktionen gegen Russland noch nicht gegeben, was eine wesentlichen Einfluss auf den Bankensektor in Osteuropa habe. In Südosteuropa seien erforderliche Strukturreformen auf die lange Bank geschoben worden. Polen sei nach wie vor Vorzeigeland puncto Wachstum und Rentabilität. In Tschechien und der Slowakei sei der Bankensektor noch immer robust.

In Russland erwartet die RBI diesmal - anders als in der Krise 2008/2009 - keine rasche Erholung. Der Anteil der notleidenden Kredite könnte heuer auf 8 oder 10 Prozent steigen.

Die Eigenkapitalrendite in CEE sei 2014 auf knapp über 5 Prozent gesunken, den schlechtesten Wert seit 1999 und liege damit nahe an jener der Banken der Eurozone von rund 5 Prozent, so Gunter Deuber, Head of CEE Research bei der RBI. Der Unterschied müsste größer sein, um das Risiko abzubilden. 2017 sei wieder mit einer Steigerung der Eigenkapitalrenditen im Osten zu rechnen, 2016 dürften sei etwas besser ausfallen, aber unter anderem wegen Einmaleffekten noch relativ niedrig sein.

Für die ausländischen Banken werden laut RBI-Einschätzung Vorsicht und ein selektiver Ansatz die Kernelemente des Geschäfts sein. Der Wettbewerb zwischen den großen grenzüberschreitend tätigen Banken und den lokalen Playern nehme zu, so Deuber. Es gebe aber nach wie vor Synergien für große in mehreren Ländern tätige Institute.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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