RBI-Chef Sevelda spricht von zuletzt positivem Ukraine-Geschäft

Geht man nach den neuesten Aussagen von RBI-Chef Karl Sevelda in einem Interview, so scheint für sein Bankhaus in Osteuropa - vor allem in der Ukraine und in Russland - praktisch alles Okay. Natürlich sei das Bankgeschäft in der Ukraine, deren Wirtschaft heuer um 10 Prozent schrumpfe, "nicht einfach"; in den letzten Monaten habe man dort aber "positiv gewirtschaftet", sagt Sevelda dem "Kurier".

In der Ukraine seien alle Filialen in der Separatistenzone geschlossen und jene auf der Krim verkauft worden. "In Russland arbeitet unsere Bank nach wie vor sehr positiv", so der Chef der Raiffeisen Bank International (RBI) zur Zeitung. Trotzdem werde das Russland Geschäft verkleinert, weil man ein "ausgewogenes Verhältnis" zu den anderen Ost-Ländern anstrebe - und hier sei Russland "zu groß". Vor allem aus dem Fernen Osten Russlands werde man sich zurückziehen, "weil wir dort nicht besonders profitabel sind", so Sevelda.

Dass sich der Verkauf der Polen-Tochter zieht, hatte der RBI-Chef schon vorige Woche via Aussendung wissen lassen.

Sevelda geht aber davon aus, dass es mit den Verkäufen "funktioniert und unsere Kapitalquote dadurch bis Ende 2017 auf zwölf Prozent steigt. Über Alternativen will ich gar nicht reden", so der Manager im "Kurier" (Dienstagsausgabe). Die geplanten dringenden Verkäufe sind auch Teil eines Sparprogramms der RBI.

Dass die heimische Regierung Bonds der früheren Hypo Alpe Adria, nun Heta, nicht gänzlich zurückzahlen will "hat uns (der RBI, Anm.) nicht gut getan", so Sevelda weiters. "Das haben wir auch dem Finanzminister (Hans Jörg Schelling (ÖVP), Anm.) gesagt. Gerade in Deutschland, wo Österreich den Großteil der langfristigen Anleihen verkauft, trifft uns das."

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht