Razzia bei deutscher Rüstungsfirma wegen Schmiergeldverdacht

Atlas Elektronik ist wegen Schmiergeldzahlungen bei Geschäften mit der Türkei im Visier der Justiz.

Bremen Ermittler haben das Rüstungsunternehmen Atlas Elektronik wegen möglicher Schmiergelzahlungen bei Waffengeschäften mit der Türkei durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass Verantwortliche türkische Amtsträger bestochen haben könnten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Die Ermittler stellten am Dienstag und Mittwoch Unterlagen und Datenmaterial auf dem Firmengelände sicher.

Der "Weser-Kurier" hatte zuvor über die Razzia berichtet. Atlas ist ein Joint Venture von ThyssenKrupp und Airbus. Es beschäftigt 2.100 Mitarbeiter weltweit, davon 1.500 in der Bremer Firmenzentrale.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit 2013 gegen Atlas Elektronik wegen möglicher Schmiergeldzahlungen bei U-Boot-Geschäften mit Griechenland. In diesem Zusammenhang war auch der Verdacht auf Unregelmäßigkeiten beim Türkei-Projekt aufgekommen. In einer Stellungnahme erklärte Atlas Elektronik, mit den Behörden zu kooperieren. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen unabhängige Sachverständige mit einer internen Untersuchung beauftragt und Unterlagen zu dem Waffengeschäft mit der Türkei der Staatsanwaltschaft ausgehändigt.

Stuttgart (APA/dpa) - Der Umbau an der VW-Spitze wirkt sich nun auch auf den Aufsichtsrat der Konzerntochter Porsche aus. Der frühere VW-Chef Matthias Müller sowie die Ex-Vorstände Karlheinz Blessing und Francisco Javier Garcia Sanz seien aus dem Kontrollgremium der Porsche AG ausgeschieden, teilte der Autobauer am Dienstag mit. An ihre Stelle rücken Gunnar Kilian, Andreas Renschler und Hiltrud Werner.
 

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Nach Chefwechsel bei VW nun auch Sesselrücken im Porsche-Aufsichtsrat

Athen/Brüssel (APA) - Die Eurogruppe beschäftigt sich am Donnerstag in Brüssel ein weiteres Mal mit der Lage in Griechenland. Die Zeichen dürften aber eher auf Entspannung stehen, da zuletzt das vierte Überwachungsprogramm der EU-Institutionen eine positive Entwicklung zeigte. In EU-Ratskreisen hieß es am Dienstag, man sei "sehr, sehr glücklich" über die Entwicklung.
 

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Griechenland-Krise - Aufatmen bei Eurogruppe

Mailand (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mehreren Händlern zufolge am Umfang ihrer Käufe von italienischen Staatsanleihen nicht gerüttelt. Marktteilnehmer wiesen damit Spekulationen zurück, die Euro-Wächter würden womöglich mit Blick auf die Regierungsbildung in Rom weniger italienische Schuldenpapiere erwerben als üblich. Sie würden auf diesem Weg womöglich den Politikern ein Warnsignal geben wollen.
 

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Händler - EZB nutzt Bondmarkt nicht für Warnschuss gegen Italien