Razzia bei Renault - Aktie stürzt ab

Der Autobauer Renault ist ins Visier der französischen Behörden geraten. Ein von der Regierung nach dem VW-Abgasskandal eingesetzter Ausschuss habe im Rahmen seiner Untersuchungen Teile und Werke geprüft, teilte Renault am Donnerstag. Die bisherigen Tests hätten keine Hinweise auf manipulierte Abgaswerte ergeben.


Zuvor hatte ein Vertreter der französischen Gewerkschaft CGT, einen Bericht bestätigt, dass vergangene Woche Geschäftsräume von Renault durchsucht wurden. "Das Management hat zwar nicht bestätigt, dass es sich um die Stickoxid-Emissionen dreht. Betrachtet man aber die durchsuchten Geschäftsbereiche, könnte da ein Zusammenhang bestehen", sagte CGT-Vertreter Florent Grimaldi. Die Nachricht schickte die Renault-Aktien auf Talfahrt - sie verloren zeitweise knapp 23 Prozent, der Autobauer büßte rund fünf Milliarden Euro an Börsenwert ein.

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörde EPA zugegeben, Stickstoffwerte bei Diesel-Autos mit einer Software geschönt zu haben. Weltweit ist eine Software, die den Stickoxid-Ausstoß nur auf dem Prüfstand unter den Grenzwert senkt, in elf Millionen Autos eingebaut. Seit dem Bekanntwerden der Manipulation steht auch die Konkurrenz unter besonderer Beobachtung.

Renault-Rivale Peugeot erklärte, nicht von Betrugsermittlern durchsucht worden zu sein. Die Abgastests des Energieministeriums wiesen keine Anomalitäten auf.

Die Ermittlungen bei Renault sorgten in der gesamten Autobranche für Verunsicherung. Die Peugeot-Aktie verlor 5,2 Prozent, Volkswagen-Papiere notierten drei Prozent niedriger. BMW und Daimler büßten bis zu vier Prozent ein, Fiat rutschten um 8,5 Prozent ab. Letztere litten zusätzlich unter dem Bericht über eine Klage in den USA wegen angeblich geschönter Absatzzahlen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte