Raumfahrtexperte: "Sollten in Zukunft statt in Verwaltung investieren"

Der Raumfahrtexperte Ulf Merbold, der als bisher einziger Deutscher dreimal im Weltall war, beklagt einen Mangel an Zukunftsinitiativen in der europäischen Weltraumforschung. "Wir haben im Moment eine Zeit des Verwaltens und nicht des Gestaltens. Wir drehen an kleinen Stellschrauben. Uns fehlen die Figuren für die großen Entwürfe", sagte Merbold vor seinem 75. Geburtstag am 20. Juni.

Raumfahrtexperte: "Sollten in Zukunft statt in Verwaltung investieren"

"Und es kann mir keiner erzählen, wir hätten das Geld nicht. Ich wollte, wir steckten mehr Geld in Zukunftsprojekte als in Agrarsubventionen", sagte er in Stuttgart.

So hätte etwa die Europäische Weltraumorganisation ESA längst selbst ein Raumschiff für bemannte Flüge ins Weltall bauen können, ohne den Russen das Feld allein zu überlassen, meinte Merbold. "Bei 500 Millionen EU-Bürgern mit einem größeren Bruttosozialprodukt als das der USA könnten wir die Last eines solchen Programms locker stemmen", betonte der Physiker. "Auf dem internationalen Parkett wären wir damit zu einem Partner auf Augenhöhe geworden."

Merbold, der am 20. Juni 1941 im thüringischen Greiz geboren wurde, war von den 1970er bis Ende der 1990er-Jahre aktiver ESA-Astronaut. Der frühere Leiter des Astronautenabteilung des Astronautenzentrums in Köln ist bis heute Berater der ESA.

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