Ratiopharm-Mutter Teva rutschte 2017 tief in die roten Zahlen

Jerusalem (APA/Reuters) - Preisdruck bei Nachahmermedikamenten und verschärfter Wettbewerb im US-Markt setzen dem israelischen Arzneimittelhersteller Teva zu. Im vergangenen Geschäftsjahr fiel deshalb ein operativer Verlust von 17,5 Mrd. Dollar (14,2 Mrd. Euro) an, nach einem Plus von 2,2 Mrd. Dollar vor Jahresfrist, wie die Ratiopharm-Mutter am Donnerstag mitteilte.

Teva kämpft zudem mit Generikakonkurrenz für sein Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone, allein im vierten Quartal brach der Umsatz mit der Arznei um fast ein Fünftel ein. Insgesamt setzte Teva 2017 22,4 Mrd. Dollar um, ein Plus von zwei Prozent.

Da sich das Marktumfeld in den USA nach Einschätzung des Unternehmens weiter verschlechtert, rechnet Teva im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang auf 18,3 bis 18,8 Mrd. Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie werde auf 2,25 bis 2,50 Dollar schrumpfen, nachdem er sich 2017 schon um mehr als ein Fünftel auf 4,01 Dollar verringert hatte. Der neue Teva-Chef Kare Schultz hatte dem hoch verschuldeten Unternehmen Ende vergangenen Jahres eine Sparkur verordnet. Rund ein Viertel der Belegschaft muss gehen, zudem kassierte Teva die Dividende auf Stammaktien und gibt zahlreiche Werke auf.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro