Ratiopharm-Mutter Teva muss Finanzlage stabilisieren

Jerusalem (APA/Reuters) - Die israelische Ratiopharm-Mutter Teva sieht sich nach eigenen Angaben wegen finanzieller Schwierigkeiten zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Der weltgrößte Generika-Hersteller erklärte am Montag, er sei zu umgehenden und umfassenden Schritte entschlossen, um seine finanzielle Lage zu stabilisieren.

Das Unternehmen äußerte sich in einem von Reuters eingesehenen Brief an das Parlament seines Heimatlandes Israel. Dort berief ein Parlamentsausschuss nach Berichten über einen weitreichenden Stellenabbau bei Teva eine Sondersitzung ein. Der Konzern erklärte weiter, die aktuelle Geschäftslage verpflichte Teva dazu, "tiefgehende und bedeutsame Maßnahmen weltweit und in Israel zu ergreifen, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern".

Um welche Schritte es sich handelt, wurde in dem Brief nicht mitgeteilt. Vergangene Woche war aus einem Medienbericht hervorgegangen, dass Teva fast jeden vierten Arbeitsplatz in Israel und zahlreiche weitere Stellen in den USA abbauen will. Der neue Chef Kare Schultz hat zu einem Zeitpunkt das Ruder übernommen, zu dem das Unternehmen mit Schwierigkeiten in den USA und einem Preisverfall bei Nachahmermedikamenten zu kämpfen hat. Zudem ist Teva nach der milliardenschweren Übernahme des Generika-Geschäfts Actavis vom US-Konzern Allergan im vergangenen Jahr hoch verschuldet.

London (APA/Reuters) - Britische Abgeordnete haben ihre europäischen Kollegen um Mithilfe bei der Aufklärung des Facebook-Datenskandals gebeten. Weil Firmengründer Mark Zuckerberg vor dem EU-Parlament, nicht aber vor dem britischen Parlament aussage, müssten die Europa-Abgeordneten nun die richtigen Fragen stellen, forderte der Vorsitzende des Medien-Ausschusses im britischen Parlament, Damian Collins, am Dienstag.
 

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Britische Abgeordnete wollen von Zuckerberg Antworten

Hamburg (APA/dpa) - Die Unternehmen in Europa stehen nach einer Analyse im Auftrag des Hamburger Finanzdienstleisters EOS der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eher positiv gegenüber. Mehr als zwei Drittel derjenigen Unternehmen, welche die neue Verordnung als relevant einschätzen, profitieren demnach von höherer Datensicherheit in ihrem Forderungsmanagement, heißt es in einer Mitteilung.
 

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EU-Unternehmen bewerten Datenschutz-Verordnung trotz Bedenken positiv

München/Toulouse (APA/Reuters) - Airbus und die EU wollen mit kleinen Änderungen an staatlichen Darlehen für den Flugzeugbauer drohende Sanktionen der USA umgehen. Airbus und die vier EU-Staaten Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien, in denen der Konzern produziert, ziehen damit die Konsequenzen aus dem jüngsten Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) zur Unterstützung der EU für Airbus.
 

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Airbus und EU-Staaten wollen Sanktionen der USA vermeiden