Ratiopharm-Mutter Teva bekommt Konkurrenz in USA zu spüren

Jerusalem (APA/Reuters) - Die israelische Ratiopharm-Mutter Teva senkt wegen der starken Konkurrenz auf dem US-Markt erneut die Prognose für das Gesamtjahr. Sowohl beim Gewinn je Aktie als auch beim Umsatz zeigte sich der weltweit führende Generikahersteller am Donnerstag pessimistischer. Bereits im dritten Quartal verdiente Teva mit einem Dollar je Aktie deutlich weniger als vor Jahresfrist.

Vor allem das Generikageschäft lief schlechter, der Gewinn der Sparte fiel von 982 Mio. auf 619 Mio. Dollar (533 Mio. Euro). An der Börse kam das nicht gut an: Die Aktie brach um 14 Prozent ein.

Der neue Teva-Chef Kare Schultz übernimmt zu einem Zeitpunkt das Ruder, zu dem das Unternehmen mit Schwierigkeiten in den USA und einem Preisverfall bei Nachahmermedikamenten zu kämpfen hat. Doch auch das wichtigste Einzelprodukt, das selbst entwickelte Medikament Copaxone zur Behandlung von Multiple Sklerose, steht unter Druck. Hier läuft der Patentschutz aus, früher als erwartet kommen Nachahmerprodukte auf den Markt.

Schultz Vorgänger war nach scharfer Kritik über kostspielige Zukäufe und Verzögerungen bei neuen Medikamenten im Februar zurückgetreten. Teva ist vor allem wegen der 40,5 Mrd. Dollar schweren Übernahme des Generika-Geschäfts Actavis vom US-Konzern Allergan im vergangenen Jahr hoch verschuldet.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne