Ratingagenturen warnen vor Herabstufung wegen Ölpreisrutsch

Wegen der Talfahrt der Ölpreise drohen Ratingagenturen Energieunternehmen und erdölexportierenden Staaten mit Herabstufungen. Für weltweit rund 120 Energiekonzerne bestehe ein "erhebliches Risiko" wachsender finanzieller Probleme, warnte Moody's am Freitag. Die Ölpreise würden sich möglicherweise nicht so schnell erholen, wie von den Unternehmen erwartet oder sogar noch weiter fallen. Standard & Poor's (S&P) zufolge müssen Länder wie Russland, Saudi-Arabien und Venezuela weiter um ihre Bonitätsnoten bangen, auch wenn sie bereits herabgestuft worden seien.

Moody's erwartet, dass die schwächelnde Nachfrage nach Öl und die Phase des Überangebots voraussichtlich weiter anhält. Die Warnung vor einer Herabstufung galt für Energieunternehmen rund um den Globus, darunter auch die Branchenriesen Royal Dutch Shell, Total sowie 69 US-Ölförder- und Produktionsunternehmen. Nicht betroffen waren indes die beiden US-Marktführer ExxonMobil und Chevron. Ende des Quartals werde die Bewertung abgeschlossen, erklärte Moody's. Dann müssten sich vermutlich einige Unternehmen auf Herabstufungen gefasst machen.

Der Ölpreis ist in den vergangenen 18 Monaten um mehr als 70 Prozent eingebrochen und hat auch die Aktienkurse der Energiekonzerne mit in die Tiefe gerissen. Die Unternehmen haben bereits Gewinneinbrüche verbucht und umfassende Stellenstreichungen sowie Investitionskürzungen angekündigt. Moody's geht davon aus, dass ein Barrel Nordseeöl der Sorte Brent in diesem Jahr im Schnitt bei 33 Dollar gehandelt wird. Am Freitag erholte sich Brent etwas von der Talfahrt der vergangenen Wochen und notierte bei rund 31 Dollar.

Im Sog der Ölpreise sind auch bereits zahlreiche ölexportierende Länder herabgestuft worden. Der zusätzliche Preisrutsch von 20 Prozent seit Jahresbeginn könnte bedeuten, dass weitere Anpassungen nötig seien, sagte S&P-Analyst Moritz Krämer der Nachrichtenagentur Reuters.

New York/Palo Alto (Kalifornien) (APA/Reuters) - Tesla-Chef Elon Musk und seinem Unternehmen drohen nach Einschätzung von Rechtsexperten keine drakonischen Strafen für die womöglich voreilige Ankündigung eines Börsenabschieds per Twitter.
 

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Experten - Tesla-Chef kann auf Milde der Börsenaufsicht hoffen

Wolfsberg (APA) - Das australische Unternehmen European Lithium, das auf der Koralpe im Süden Österreichs Lithium abbauen möchte, ist auf Investorensuche. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (AG) und ein Listing im amtlichen Handel an der Wiener Börse seien geplant, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Seit Oktober 2017 notiert European Lithium bereits am Dritten Markt der Wiener Börse.
 

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European Lithium will in amtlichen Handel an Wiener Börse

Brüssel/Berlin (APA/Reuters) - Der Handelsüberschuss der EU-Länder mit den USA hat sich im ersten Halbjahr ungeachtet der scharfen Kritik von Präsident Donald Trump deutlich erhöht. Von Jänner bis Juni summierte er sich auf 66,9 Mrd. Euro, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Das sind 10,7 Mrd. Euro oder 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
 

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EU-Handelsüberschuss mit den USA stieg im ersten Halbjahr kräftig