Ratingagentur Moody's warnt vor "Brexit"-Risiko

London - Die Ratingagentur Moody's warnt Großbritannien vor den Risiken eines EU-Austritts. Moody's schreibt in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht, dass ein "Brexit" zu anhaltender Unsicherheit führen würde. Er wäre negativ für die Kreditwürdigkeit von Autobauern, des verarbeitenden Gewerbes, der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie des Dienstleistungssektors.

Viele Unternehmen dürften in diesem Fall ihre Investitionen reduzieren, bis die Auswirkungen auf Handel, Regulierung und Arbeitskosten klar seien. Das Referendum der konservativen britischen Regierung über den Verbleib des Landes in der EU ist für den 23. Juni angesetzt.

Allerdings könnte es zwei Jahre oder mehr dauern, bis Großbritannien formell vom EU-Vertrag zurücktreten werde und die Gemeinschaft verlässt. Moody's rechnet damit, dass es während dieser Zeit zu Verhandlungen über alternative Vereinbarungen kommen würde. Dieser Übergangszeitraum könnte es den Unternehmen erlauben, sich an ein verändertes Umfeld nach einem EU-Austritt anzupassen.

Auch große Teile der britischen Industrie warnen vor einem möglichen "Brexit". Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC im Auftrag des Verbands Industrieverbands CBI ergab, dass sich die Kosten für die Wirtschaft im Vereinigten Königreich in diesem Fall bis zum Jahr 2020 auf 100 Mrd. Pfund (127,7 Mrd. Euro) belaufen könnten. Dies entspräche rund 5 Prozent der jährlichen britischen Wirtschaftskraft. Zudem seien dann 950.000 Arbeitsplätze gefährdet.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma