Raiffeisen will polnische Tochter bis Anfang 2016 verkaufen

Die Raiffeisen Bank International will ihre polnische Tochter bis Anfang 2016 verkaufen. Gleichzeitig plant die Osteuropabank, mindestens 15 Prozent des Instituts an die Börse zu bringen, sagte RBI-Chef Karl Sevelda am Mittwochabend bei einem Besuch in Bulgarien der Nachrichtenagentur Reuters.

"Wir werden den Prospekt vorbereiten, wir werden alles für den Börsengang vorbereiten und zur selben Zeit mit dem neuen Eigentümer verhandeln, wahrscheinlich einem Mehrheitseigentümer, und dann eine parallele Transaktion durchführen", sagte Sevelda. Die Pläne für den Börsengang wolle Raiffeisen zur Jahresmitte dem polnischen Regulierer KNF vorlegen.

Mit der Trennung von Teilen ihres Auslandsgeschäfts will die RBI ihre vergleichsweise dünne Kapitaldecke aufpolstern. Im Zuge dessen plant die Bank neben ihrer Tochter in Polen auch ihr Slowenien-Geschäft zu verkaufen. Dafür gebe es derzeit zwei potentielle Käufer, die großes Interesse zeigten, sagte Sevelda. Die Gespräche könnten innerhalb von Wochen abgeschlossen werden.

In Polen ist der geplante Verkauf komplex, weil RBI dem Regulierer zugesagt hatte, mindestens 15 Prozent der Tochter an die Börse zu bringen. Das war jedoch bevor die Bank beschlossen hatte, sich von der Polbank wieder zu trennen. Der Regulierer drängt nun darauf, dass die RBI zuerst einen Teil der Bank an die Börse bringt und dann einen neuen Eigentümer für den Rest findet.

Die RBI hält das nicht für sinnvoll und argumentiert, ein Börsengang sei nach dem Eigentümerwechsel einfacher zu bewerkstelligen - schließlich wüssten Investoren dann, worauf sie sich einließen. Eine rasche Lösung ist offenbar nicht in Sicht. Raiffeisen und KNF verhandelten, wie ein Börsengang ablaufen könnte, sagte Sevelda.

Stuttgart/Frankfurt (APA/Reuters) - Daimler kommt mit den Vorbereitungen einer Serienproduktion des 2016 vorgestellten schweren Elektrolasters voran. Zehn Kunden sollen heuer zehn Exemplare des für städtischen Lieferverkehr gedachten Fahrzeugs "eActros" erproben, kündigte Daimler-Trucks-Chef Martin Daum am Mittwoch in Stuttgart an.
 

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Daimler plant Serienproduktion eines Elektro-Lkw ab 2021

Steyr/München (APA) - Nach dem Auftauchen von "braunen Flecken" im Werk des Lkw-Herstellers MAN in Steyr hat sich das Unternehmen von drei darin verwickelten Mitarbeitern getrennt. Ihre Arbeitsverhältnisse wurden einvernehmlich aufgelöst. Das berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" in ihrer Regionalausgabe für Steyr am Mittwoch.
 

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"Braune Flecken" bei Lkw-Hersteller in Steyr: Drei Mitarbeiter weg

London (APA/Reuters) - Beim EU-Austrittskandidaten Großbritannien ist die Arbeitslosigkeit erstmals seit zwei Jahren gestiegen. Die Quote legte Ende 2017 um einen Tick auf 4,4 Prozent zu, wie das Statistikamt ONS am Mittwoch in London mitteilte. Zuletzt hatte es Anfang 2016 eine Zunahme gegeben. Experten wurden von der Entwicklung überrascht, da sie mit einem gleichbleibenden Niveau gerechnet hatten.
 

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Britische Arbeitslosenquote erstmals seit zwei Jahren gestiegen