Raiffeisen Research: Offen, ob sich Kryptowährungen durchsetzen

Wien (APA) - Seit Jahresbeginn ist der US-Dollar-Preis für die Bitcoin-Kryptowährung um rund 2.000 Prozent angestiegen. Raiffeisen Research hat am Montag einen Überblick zum brisanten Thema veröffentlicht. Brisant vor allem deshalb, weil viele Marktaufseher und Notenbanken weltweit - darunter in Österreich FMA und OeNB - vor Investments in die Digitalwährung warnen. Es gebe die Gefahr des Totalverlusts.

Ob und welche dieser "Kryptowährungen" sich langfristig als alternatives Zahlungsmittel etablieren, werde noch länger offen bleiben. Möglich sei auch die Ablöse durch ein noch ausgefeilteres Konzept, schreibt Raiffeisen Research.

Beim massiven Anstieg heuer gab es auch gewaltige Preisschwankungen. Alleine seit Jahresbeginn gab es drei Preiseinbrüche mit je mindestens 25 Prozent, und auch Tagesschwankungen von mehr als 10 Prozent sind keine Seltenheit bei Bitcoins. Zwischen Dezember 2013 und Jänner 2015 ging der Bitcoin-Kurs zwischenzeitig sogar mehr als ein Jahr um 85 Prozent zurück.

Die Frage, ob Bitcoins eine Blase sind, beantwortet Raiffeisen-Researcher Valentin Hofstätter in seinem Überblick so: "Der langfristige Kursverlauf ähnelt durchaus der Entwicklung historischer Spekulationsblasen." Es gebe dementsprechend viele kritische Stimmen. "Wesentlich für die langfristige Wertentwicklung wird sein, wie weit sich Bitcoin als Zahlungsmittel durchsetzen kann."

Zentral für das Funktionieren einer dezentralen digitalen Währung - auch Kryptowährung genannt -, ist die zugrunde liegende "Blockchain"-Technologie. Diese - die Art wie man Transaktionen dezentral durchführen und verbuchen kann, ohne eine zentrale Clearing-Stelle etc. zu benötigen -, ist aber nicht an den einen konkreten Anwendungsfall "Bitcoin" gebunden. Das Potenzial der Technologie ist noch viel größer, so Raiffeisen Research. "Nach dem gleichen Schema können beliebig viele alternative Kryptowährungen gebaut werden, was in den letzten Jahren auch passiert ist. Inzwischen gibt es mehr als 1.000 verschiedene Kryptowährungen, und wöchentlich werden es mehr."

Langfristig vielleicht noch mehr Potenzial verspreche der Einsatz der Blockchain-Technologie zur rascheren dezentralen Abwicklung von Transaktionen im Interbanken-Zahlungsverkehr oder im Wertpapierhandel. In diesem Bereich investieren derzeit viele Banken und Finanzdienstleister, aber auch große Technologiefirmen wie IBM.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden