Raiffeisen Polbank soll wie geplant bis 2016 an die Börse

Warschau/Wien (APA) - Die Raiffeisen-Gruppe will wie schon früher angekündigt 15 Prozent der Anteile an ihrer Polen-Tochter Polbank 2015 oder 2016 über die Warschauer Börse verkaufen. Das berichtet die Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" und beruft sich dabei inoffizielle Informationen der polnischen Finanzaufsicht.

Man habe auf inoffiziellem Wege auch erfahren, dass die Raiffeisen Bank International (RBI) bei dieser Gelegenheit auch ihre restlichen Anteile an der Bank loswerden möchte, heißt es in dem Bericht vom Donnerstag.

Die Raiffeisen Polbank rangiert unter den größten Kreditinstituten Polens auf Platz 7. In der gesamten Raiffeisen-Gruppe sei nur die russische Tochter größer als die polnische, die über Aktiva in Höhe von 13,5 Mrd. Euro verfüge und heuer in drei Quartalen einen Nettogewinn von rund 200 Mio. Zloty (47,33 Mio. Euro) erwirtschaftet habe.

Die Polbank schreibt zwar Gewinne, ihre Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROE) beträgt aber nur 4,2 Prozent - belegte die Polen-Tochter nur den 12. Rang innerhalb der RBI-Gruppe.

Die polnische Zeitung zitierte Raiffeisen-Sprecherin Susanne Langer mit den Worten, dass man sich künftig "auf attraktivere Tätigkeitsbereiche konzentrieren" werde. Geschäftsbereiche, die keine zufriedenstellende Rendite erzielen, sollen demnach umstrukturiert und verkauft werden. Damit soll u.a. auch die Raiffeisen Polbank gemeint sein.

Laut der "Gazeta Wyborcza" könnten ein Verkauf der Polbank 2,3 bis 2,5 Mrd. Euro einbringen.

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