Raiffeisen - Keine Schlachtpläne für Fusionen

Wien - Bei der Raiffeisen-Geldgruppe in Österreich stehen Fusionen und Zusammenschlüsse an. Schlachtpläne in der Frage von Fusionen gebe es nicht, erklärten am Montag Raiffeisen-Generalanwalt Walter Rothensteiner und Raiffeisenverbands-Generalsekretär Andreas Pangl.

Unter den rund 500 Raiffeisenbanken in den Regionen seien laufend Fusionen im Gang. Entscheidungen, ob man zusammengehe oder nicht, fielen vor Ort. Man sehe bei der Konkurrenz (Volksbanken. Anm.), dass es mit Beschlüssen von oben nicht funktioniere, meint man bei Raiffeisen.

Bei den Volksbanken suchen zur Zeit einige Fusionsgegner wie berichtet ihr Heil bei Hypos, in Vorarlberg prüft die Dornbirner Sparkasse mit der dortigen Landeshypo zusammenzugehen. Abgesehen von diesen Einzelfällen sieht Rothensteiner diese Bewegung aufs Verbale beschränkt.

Wer heute wirklich meine, den Sektor wechseln zu müssen, müsse eben den dornenvollen Weg gehen und wo anders Aufnahme suchen. "Normalerweise", so Rothensteiner, "sind das nicht die brillantesten Stücke eines Colliers".

Bei Raiffeisen war einer der spektakuläreren Austritte die ehemalige Raiffeisen Bezirksbank Wolfsberg (RBB), die geriet nach Spekulationsverlusten ins Trudeln, wurde zerteilt, ein Teil ging in der Grawe (Capital Bank) auf.

Die Raiffeisen-Bankengruppe - alle Raiffeisenbanken und auf Bundesebene die österreichrelevanten Aktivitäten von RZB/RBI - hat am Montag ihren ersten "Wertschöpfungsbericht" vorgelegt. Demnach erbrachte die Gruppe nach den Zahlen von 2013 mit 6,1 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung rund 2,13 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) Österreichs. Das sei mehr als doppelt so viel wie die der Telekom Austria und auch knapp höher als der BIP-Beitrag der OMV. Auf Raiffeisen entfiel der Studie zufolge zudem fast die Hälfte der Wirtschaftsleistung aller Finanzdienstleister im Land.

"Unser Beschäftigungseffekt von rund 53.000 Personen entspricht der Einwohnerzahl St. Pöltens, unser gesamter Bruttowertschöpfungsbeitrag übersteigt jenen des gesamten Energieversorgungssektors", sagte Rothensteiner. In der Raiffeisen-Bankengruppe (rund 500 Raiffeisenbanken, 8 Raiffeisen-Landeszentralen, RZB-Gruppe) sind es in Österreich direkt rund 27.000 Leute, umgerechnet auf Vollzeitjobs 24.000. Von jedem dieser Jobs hängt der Studie zufolge hochgerechnet rund ein weiterer Beschäftigungsplatz ab.

Regional, also auf Ebene der Raiffeisenbanken, kommt die Gruppe im Schnitt auf 1,03 Prozent Wertschöpfungsanteil. In grenznahen Gebieten, wie im Bregenzer Wald, Außerfern, Osttirol, oder im Osten im Weinviertel oder im Mittelburgenland, sind es sogar 2 bis 2,6 Prozent. Anders als häufig vermutet, komme die größte Relevanz damit den Banken in grenznahen, exponierten oder strukturschwachen Gebieten zu und nicht denen in Ballungsräumen. "Wir sind da, wo andere schon längst weg sind", sagte Pangl.

Toulouse (APA/dpa-AFX) - Der Flugzeugbauer Airbus braucht für das Hochlaufen seiner Produktion des A320 Neo noch mehr Zeit. Alles hänge von der Verfügbarkeit der Triebwerke ab, sagte Chris Buckley, Airbus-Vizepräsident für die Regionen Europa, Afrika und Asien-Pazifik, laut der Nachrichtenagentur Bloomberg in einem Interview auf Mauritius.
 

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Airbus braucht noch länger für Hochfahren der Produktion des A320 Neo

Berlin/Münster (APA/Reuters) - Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz hat erneut für den Aufbau großer europäischer Banken geworben, die im internationalen Wettbewerb bestehen können. Zehn Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers und der Finanzkrise sei wichtig, dass die letzten Schritte zur Schaffung der Banken- und Fiskalunion in der EU gegangen würden, sagte Scholz am Dienstag in Münster.
 

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Deutscher Finanzminister wirbt für neue Großbanken in Europa

Mannheim/München/Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Der Patentstreit zwischen Apple und dem Chipkonzern Qualcomm geht in eine neue Runde vor deutschen Gerichten. Den Auftakt machte am Dienstag eine Anhörung zu einer Qualcomm-Klage in Mannheim. Am Donnerstag folgt eine Verhandlung zu einer weiteren Klage des Chipkonzerns in München.
 

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Patentstreit von Apple und Qualcomm geht in Deutschland weiter