Raiffeisen KAG hat sich neu aufgestellt und 10 Prozent Kosten gekürzt

Die seit 2013 vollständig der Raiffeisen Zentralbank (RZB) gehörende Raiffeisen Kapitalanlagegesellschaft (Raiffeisen KAG) hat sich voriges Jahr neu aufgestellt. Es gab interne Fusionen, die Fondsgesellschaft konzentriert sich jetzt auf weniger Märkte und Produkte. Die Kosten wurden um 10 Prozent zurückgefahren.

Ein Mitarbeiterabbau von 310 auf mittlerweile 240 Beschäftigte ging laut Management ohne Kündigungen ab. Mehr als die Hälfte der 70 nicht mehr in der KAG beschäftigten Leute wechselte durch Ausgliederungen bzw. Betriebsübergänge in die RZB bzw. RBI. Die Zahl der Organisationseinheiten sei halbiert, "Komplexität" herausgenommen worden. Einige früher offensiv beackerte Auslandsmärkte werden jetzt von Wien aus betreut. Kernmärkte sind Österreich, Italien/Südtirol/Trentino, Deutschland und im Osten vorrangig die angrenzenden Länder.

Auch wenn die Raiffeisen KAG in alten Gläubigerlisten heuer noch immer als Heta-Gläubigerin herumgeistert, hat sie seit dem ersten Quartal 2014 kein Exposure mehr in der einstigen Hypo Alpe Adria. Ein Hypo-Anleiheinvestment von 1,2 Mio. Euro wurde damals mit vergleichsweise leichten Verlusten abverkauft, wurde heute berichtet.

Rund um Raiffeisen wird spekuliert, dass die Gruppe in Österreich im Fondsbereich weiter bündelt: so war immer wieder von einer möglichen Zusammenführung der Kepler-Fondsgesellschaft (von Raiffeisen Oberösterreich) mit der Raiffeisen KAG die Rede. Kepler und Raiffeisen KAG seien derzeit "kein Thema", sagte der seit 2014 amtierende Raiffeisen-KAG-Chef Michael Höllerer am Mittwoch in Wien. Ausschließen könne man in Zeiten wie diesen freilich nie etwas, hieß es auf Nachfrage. Strukturfragen seien Eigentümerthemen.

"Wir wollen die Raiffeisen KAG so aufstellen, dass kein Weg an uns vorbeiführt", sagten Höllerer und sein voriges Jahr aus Oberösterreich geholter "Co" Rainer Schnabl heute. Für das Fondsmanagement in der KAG zuständig ist Dieter Aigner.

Bei Publikumsfonds verwaltete die Raiffeisen KAG Ende 2014 ein Volumen von 11,9 Milliarden, wie die RZB in ihrem Jahresbericht auswies, bei den institutionellen Fonds waren es 17,6 Mrd. Euro. Inklusive der Mandate für Dritte lag das Gesamtvolumen zum Ultimo bei 29,5 Mrd. Euro, was einen Marktanteil von 17 Prozent bedeutete. Per Ende April 2015 wurde das Volumen heute mit 31,4 Mrd. Euro beziffert. Bei Publikumsfonds habe es in den ersten vier Monaten sogar Zuwächse um rund 10 Prozent gegeben.

Ein Boombereich ist derzeit das Geschäft mit nachhaltigen Geldanlagen. Der mittlerweile 9 Mrd. Euro schwere Markt in Österreich ist 2014 um 36 Prozent gewachsen. Die Volumina der Nachhaltigkeitsfonds der Raiffeisen KAG stiegen von Ende 2013 bis Ende April 2015 um mehr als 80 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Vor allem Pensionskassen und Versicherungen investieren immer stärker in diese Assetklassen.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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