Raiffeisen verdiente in Kärnten 2015 weniger

Klagenfurt - Die Kärntner Raiffeisenbanken haben im Jahr 2015 ein geringeres Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verzeichnet. Es lag bei 37,6 Mio. Euro (2014: 41,4 Mio. Euro), was mit dem Dividendenausfall der Raiffeisen Zentralbank (RZB) zu erklären ist, sagte Vorstand Peter Gauper am Mittwoch vor Journalisten. In Kärnten könnte die Digitalisierung Filialschließungen mit sich bringen.

"Die Zahlen sind besser als die Stimmung", sagte Gauper bei der Präsentation der Bilanz der Raiffeisen Landesbank (RLB) in Klagenfurt. Die Bank weise eine stabile Bilanzsumme von 7,8 Mrd. Euro auf. Die Kernkapitalquote stieg von 14,17 auf 14,27 Prozent, die Eigenmittelquote sank hingegen leicht von 16,45 auf 16,11 Prozent. Man habe aber Steigerungen bei den Spareinlagen und beim Kreditvolumen verzeichnet: Die Kundeneinlagen betragen 4,6 Mrd. Euro (+ 0,82 Prozent), das Finanzierungsvolumen stieg um 3,7 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro. Mittel aus dem Solidaritätsfonds habe man im vergangenen Jahr keine benötigt.

Im laufenden Jahr will die RLB das Niveau des Jahres 2015 halten - Steigerungen soll es vor allem im Finanzierungsbereich geben. Ausbauen will man den Bereich Digitalisierung - was langfristig auch Folgen für das Filialnetz haben dürfte. "Je mehr Kunden eine Bank aufsuchen, umso mehr Bankstellen wird es auch geben - und je weniger Besuche es gibt, umso weniger Bankstellen wird es geben", sagte Vorstandsdirektor Georg Messner. Auf Nachfrage konkretisierte er das: "Es wird weniger Bankstellen geben." Wie das dann in der Realität aussieht, müsse man aber an den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten beurteilen. Messner schweben hier auch "andere" Bankfilialen vor, in denen das Augenmerk vermehrt auf Beratung und weniger auf das Schaltergeschäft gelegt wird.

Wenig Neuigkeiten gibt es, was die geplante Fusion der RLB mit der Raiffeisen Bezirksbank (RBB) Klagenfurt angeht. Die RBB war als Depotbank von der Pleite des früheren Finanzdienstleisters AvW in Krumpendorf in Mitleidenschaft gezogen worden. Man sei auf dem Stand des Vorjahres, sagte Messner auf Nachfrage: Die organisatorische Zusammenführung von RLB und RBB sei vollzogen, derzeit verfolge man aber eine Zwei-Marken-Strategie. Der Zeitpunkt der endgültigen Fusion sei davon abhängig, wie die Verfahren in Sachen AvW ausgehen.

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