Rätsel um neuen Großaktionär von TLG Immobilien

Frankfurt (APA/Reuters) - Der israelische Immobilien-Investor Amir Dayan ist nach eigenen Angaben zum größten Anteilseigner der deutschen Gewerbeimmobilienfirma TLG aufgestiegen. Seine Ouram Holding habe 23 Millionen TLG-Aktien gekauft, ließ Dayan am Freitag mitteilen. Das Paket hat einen Wert von mehr als 500 Mio. Euro.

Damit käme Dayan auf 22,5 Prozent an der TLG, in der die gewerblichen Immobilien der ehemaligen ostdeutschen Treuhand-Gesellschaft gebündelt wurden. Den größten Teil der Papiere bekomme Ouram allerdings erst in knapp drei Monaten, am 17. April, derzeit hält er nur 4,5 Prozent. "TLG ist ein weiterer Baustein der Konsolidierung der Immobilienaktivitäten in Deutschland", erklärte Dayan. Für sein Engagement bei der TLG suche er noch Co-Investoren. Die TLG-Aktie stieg am Freitag um 2,4 Prozent auf 22,96 Euro.

Dayan tritt öffentlich kaum auf, seine Unternehmen sind verschwiegen. In Deutschland ist der Investor bisher vor allem in Verbindung mit dem Immobilieninvestor Intown aufgetreten, der sanierungsbedürftige Wohnblöcke und andere Objekte aufkauft. Die Berliner Intown ist nach eigenen Angaben aus mehreren Firmen entstanden und hat etwa 200 Mitarbeiter. Geschäftsführer Sascha Hettrich hatte im Sommer der "Hannoverschen Allgemeine Zeitung" gesagt: "Intown managt etwa 150 Einzelobjekte mit etwa 2,2 Millionen Quadratmetern Mietfläche, rund 7.000 Wohneinheiten und etliche Hotels." Zwei Wohnblöcke in Wuppertal und Dortmund wurden im vergangenen Jahr wegen schwerer Brandschutzmängel zwangsgeräumt.

Eine Mitteilung, Ouram habe eine "Kontrollmehrheit" über die TLG übernommen, musste sie später zurückziehen. Um eine börsennotierte Firma zu kontrollieren, sind laut Experten mindestens 30 Prozent nötig. Von dieser Schwelle an wird ein Übernahmeangebot fällig. Die TLG wollte sich zu den Mitteilungen Dayans nicht äußern und verwies an den Investor.

Mehrere Anfragen zur genauen Höhe von Dayans Beteiligung an TLG und seinen Absichten mit der Firma blieben unbeantwortet. Woher das Paket kommt, ist ebenfalls unklar. Größter Aktionär der TLG ist bisher der Hedgefonds ADAR Macro Fund, der von dem israelischen Manager Zev Marynberg verwaltet wird. Er hatte am Donnerstag seine Beteiligung auf 16,8 Prozent beziffert. Weitere größere Pakete liegen bei der börsennotierten DIC Asset (15,1 Prozent) und dem singapurischen Staatsfonds GIC (9,25 Prozent).

Wien (APA) - Verstärkte Investitionen in die Infrastrukturbereiche Energie und Breitband-Internet würden sich volkswirtschaftlich rasch bezahlt machen - mit dem Einsatz neuer digitaler Anwendungen könnte Österreichs jährliche Wirtschaftsleistung um 15,5 Prozent (rund 57 Mrd. Euro) gesteigert werden, zeigt eine Modellrechnung für den "FBA Infrastrukturreport", der heute (Montag) in Wien präsentiert wird.
 

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FBA Infrastrukturreport: IKT und Energie-Infrastruktur aufwerten

Wien (APA) - 2017 mussten 120 große österreichische Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht vorlegen. Sie kamen dieser Verpflichtung in sehr unterschiedlichem Ausmaß nach, aber doch deutlich besser als 2016, als die Übung noch freiwillig war, zeigt eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Beratungsunternehmen PwC. Allerdings werden die Berichte nur selten von externen Prüfern bestätigt.
 

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Nachhaltigkeitsberichte setzen sich in Österreich langsam durch

Wien (APA) - Alexander Winter (46) wird mit 1. Dezember 2018 der neue Vorstandsvorsitzende des Logistikdienstleisters DB Schenker in Österreich und Südosteuropa. Er folgt damit Helmut Schweighofer (49) nach, der vor kurzem die Führung von DB Schenker Europe übernahm und nach Deutschland wechselte, teilte das Unternehmen am Montag mit.
 

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Winter neuer DB-Schenker-Chef in Österreich und Südosteuropa