Radiotest-Manipulation - Auftraggeber setzten "Revisionskomitee" ein

In der Causa um die Radiotest-Manipulationen durch das Marktforschungsinstitut GfK wurde das bereits vergangene Woche angekündigte gemeinsame Revisionskomitee "zur vollständigen Aufklärung der Sachlage" nun offiziell eingesetzt. Ein entsprechender Beschluss wurde am Mittwoch in der Vorstandssitzung der Radiotest-Auftraggeber gefasst, hieß es in einer gemeinsamen Aussendung.

Der Radiotest-Vorstand sei sich einig, "dass die hohe Glaubwürdigkeit der Gattung Radio durch eine gemeinsame Vorgangsweise aller Marktteilnehmer abzusichern" sei, erklärten ORF-Hörfunkdirektor Karl Amon und Kronehit-Geschäftsführer Ernst Swoboda - der auch Vorsitzender des Verbands der Privatsender (VÖP) ist - in der Aussendung.
Dazu wird das Revisionskomitee eingerichtet, dem neben Amon und Swoboda auch ORF-Finanzdirektor Richard Grasl, ORF Enterprise-Chef Oliver Böhm, Radio Marketing Service-Geschäftsführer Michael Graf und Liferadio-Geschäftsführer Christian Stögmüller angehören. Ein unabhängiger Auditor werde mit der Evaluierung der vorhandenen Datenbestände beauftragt, hieß es.
Die laut GfK betroffenen Datenbestände ab 2011 werden erst nach einer "unabhängigen Auditierung" und nach Vorliegen des Abschlussberichts des Revisionskomitees gemeinsam mit den Radiotestdaten für das 1. Halbjahr 2016 veröffentlicht, hieß es. Dafür wurde GfK eine Frist bis Mitte Juli 2016 gesetzt. Auch wurde das Revisionskomitee vom Vorstand beauftragt, die weiteren Verhandlungen mit GfK zu führen.
Die Mitte April aufgeflogenen Manipulationen des Radiotests durch das Marktforschungsinstitut GfK könnten in den vergangenen fünf Jahren einen finanziellen Schaden von bis zu 20 Millionen Euro verursacht haben. Das hatte Swoboda am vergangenen Freitag nach einer ersten Überprüfung der Radiotest-Daten bekannt gegeben. Während er vor allem den ORF als Nutznießer betrachtet, verweist der ORF auch auf Ergebnisse, die zu seinen Ungunsten ausgefallen waren.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro