Quartalsverlust für Yahoo - Wenig Neues in Sachen Alibaba-Anteil

Yahoo ist im vergangenen Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Der Internet-Pionier verlor von April bis Juni 21,55 Millionen Dollar (19,83 Mio. Euro), wie er am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte es noch einen Gewinn von knapp 270 Millionen Dollar gegeben.

Hauptgrund für den Verlust ist ein kräftiger Anstieg der Kosten, die Yahoo in Kauf nimmt, um Nutzer auf seine Websites zu lotsen. Die Erlöse nach diesen Aufwendungen für Internet-Traffic über Partner lagen unterdessen stabil bei rund 1,04 Milliarden Dollar.

Firmenchefin Marissa Mayer, die vor drei Jahren den Spitzenposten übernahm, betonte zugleich die Steigerungen im Geschäft auf mobilen Geräten und in Videodiensten. Mayer setzt stark auf die Verschiebung von Werbung vom klassischen Desktop-PC auf Smartphones und Tablets.

Online-Anzeigen sind die wichtigste Einnahmequelle für Yahoo, aber es gibt hier starke Konkurrenten wie Facebook oder Google. Die Quartalsergebnisse lagen in etwa im Rahmen der Markterwartungen. Die Aktie fiel nachbörslich jedoch zunächst um gut zwei Prozent.

Analysten und Investoren beschäftigt derzeit vor allem, was aus dem wertvollen Yahoo-Anteil an der chinesischen Online-Handelsplattform Alibaba wird. Denn der Plan, die mehr als 30 Milliarden Dollar teure Beteiligung an die eigenen Aktionäre weiterzureichen, könnte noch an den Steuerbehörden scheitern, wie Yahoo erst vor wenigen Tagen einräumen musste.

Die Ämter in den USA und China hätten noch nicht bestätigt, dass die Trennung von dem 15-Prozent-Anteil an Alibaba steuerfrei über die Bühne gehen könne. Der Internet-Konzern hält sich deshalb die Möglichkeit offen, die aktuell vorgesehene Transaktion auf Eis zu legen.

Konzernchefin Mayer und Finanzvorstand Ken Goldman hielten sich nach Vorlage bei einer Konferenz mit Analysten bedeckt. Mayer sprach lediglich vage von Fortschritten und Goldman bekräftigte, dass der ursprüngliche Plan sinnvoll und überzeugend sei. Sollte der Fiskus dem geplantem Manöver zur Steuervermeidung nicht zustimmen, könnte die Trennung von der Alibaba-Beteiligung für Yahoo teuer werden.

Yahoo ließ weiter offen, was mit der Beteiligung an Yahoo Japan passieren könnte. Finanzchef Goldman unterstrich die Bedeutung des Suchmaschinenbetreibers und erklärte, es gebe "eine Reihe von Möglichkeiten, seinen Wert zu maximieren". Bereits im April hatte Yahoo erklärt, alle Optionen für den milliardenschweren Anteil würden geprüft.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht