Quandt-Erben bleiben die reichsten Deutschen

Frankfurt - Die BMW-Großaktionäre Stefan Quandt und Susanne Klatten sind nach Berechnungen des deutschen "Manager Magazins" auch heuer die reichsten Deutschen. Ihr Vermögen sei aber durch den Kurssturz der Aktie des Autobauers infolge des VW-Abgasskandals im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Mrd. auf 26,5 Mrd. Euro geschmolzen, berichtete das Magazin in seiner am Dienstag erschienenen Ausgabe.

Stichtag für die Berechnungen war der 23. September. Die Familie hält knapp 47 Prozent an BMW, ist aber auch am Chemiekonzern Altana und dem Grafit-Spezialisten SGL beteiligt.

Auf Platz zwei der jährlichen Rangliste folgen Georg und Maria-Elisabeth Schaeffler mit zusammen 20 Mrd. Euro. Mit einem Vermögenszuwachs von 2,4 Mrd. Euro haben sie die Familien Albrecht und Heister überholt, denen der Discounter Aldi Süd gehört. Ihr Vermögen wird mit 19 Mrd. Euro bewertet. Die Schaefflers versuchen den gleichnamigen Wälzlager-Spezialisten aus Herzogenaurach gerade an die Börse zu bringen, mussten dabei aber bereits Abstriche machen. Die Familie ist zudem Großaktionär bei Continental. Das Magazin "Bilanz" führte die Schaefflers im September mit einem Vermögen von 25 Mrd. Euro auf Platz eins seines Rankings. Dort liegen Susanne Klatten und Stefan Quandt getrennt auf den Plätzen fünf und sieben.

Von Rang sechs auf vier der "Manager Magazin"-Rangliste sprang die Familie Reimann, deren Vermögen binnen zwölf Monaten um 3,6 Mrd. auf 17,6 Mrd. Euro gewachsen ist. Die ehemaligen Eigentümer des Chemiekonzerns Benckiser sind am US-Parfümkonzern Coty sowie an der britischen Reckitt Benckiser beteiligt und haben mit Jacobs Douwe Egberts zuletzt einen Kaffee-Riesen geschmiedet. Auf Platz fünf folgt Lidl-Gründer Dieter Schwarz (17 Mrd. Euro), der sich vor die Familie des Aldi-Nord-Eigentümers Theo Albrecht jr. (16,9 Mrd. Euro) geschoben hat.

Zu den größten Verlierern unter den reichsten Deutschen zählen laut "Manager Magazin" die Brüder Marc, Oliver und Alexander Samwer. Ihr Internet-Konzern Rocket Internet war nach dem Börsengang an der Börse kräftig abgestürzt. Damit haben sie rechnerisch eine Milliarde Euro verloren, kommen aber immer noch auf ein Vermögen von 2,5 Mrd. Euro.

Um es unter die 100 reichsten Deutschen zu schaffen, war in diesem Jahr erstmals ein Vermögen von 1,5 Mrd. Euro nötig. Vor zehn Jahren hatte dafür noch gut die Hälfte genügt. Insgesamt verfügen sie dem Magazin zufolge über 428 Mrd. Euro, um sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die 500 reichsten Deutschen sind 654 Mrd. Euro schwer.

Wien (APA) - Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) will den Entwurf zum 12-Stunden-Arbeitstag "optimieren". Man könne "gerne" den Begriff Freiwilligkeit ins Gesetz schreiben, sagte er Mittwoch in der "ZiB2". Proteste gegen die neue Arbeitszeitregelung führte er auf "Panikmache" und Fehlinformation zurück - auch die Tatsache, dass der Tiroler FPÖ-Arbeiterkammer-Fraktionschef aus der Partei ausgetreten ist.
 

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Arbeitszeit - Strache will "Freiwilligkeit" ins Gesetz schreiben

Wien (APA/dpa) - Vor dem Treffen der OPEC-Staaten und weiterer wichtiger Förderländer am Freitag und Samstag in Wien erwarten Experten, dass das Kartell den Ölhahn wieder etwas weiter aufdreht. Damit könnte der Ölpreis sinken - oder zumindest nicht noch weiter steigen.
 

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OPEC-Staaten beraten über Anhebung der Ölförderung

Buenos Aires (APA/dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) kann an Argentinien die angekündigte Finanzhilfe von bis zu 50 Mrd. Dollar (gut 43 Mrd. Euro) gewähren. Die Kreditvereinbarung mit einer Laufzeit von drei Jahren sei am Mittwoch vom IWF-Aufsichtsgremium genehmigt worden, teilte der IWF in Washington mit.
 

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IWF-Gremium billigt Milliardenhilfe für Argentinien