Qualifizierte Finanz-Fachkräfte schwerer zu finden als vor 5 Jahren

Wien (APA) - Firmen fällt es zunehmend schwerer, qualifizierte Fachkräfte im Finanzbereich zu finden. Das sei heute schwieriger als vor fünf Jahren, gaben fast drei von vier Personalverantwortlichen in einer Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half an. Nicht zuletzt deshalb winken allen Mitarbeitern im Finanzbereich, jung oder erfahren, 2018 zwei bis drei Prozent mehr Verdienst.

Erstmals profitieren auch Berufsanfänger von höheren Gehaltssprüngen. "Österreichs Unternehmen sind unter starkem Druck", stellte Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half in Wien, anlässlich der Veröffentlichung der Umfrage fest. Der Bedarf an Finanzfachkräften sei hoch, die Zahl der qualifizierten Fachkräfte niedrig. Darum seien Firmen zunehmend bereit, Mitarbeiter mit weniger Berufserfahrung einzustellen und dann weiterzubilden. Das gelte insbesondere im Bereich IT-Kompetenz. Wer sich mit IT auskennt, habe auch 2018 die besten Job- und Gehaltsaussichten.

Wobei aus Sicht der Unternehmen Gehalt und Boni alleine nicht mehr ausreichen, um qualifizierte Bewerber zu motivieren. Daneben zählen Vergünstigungen wie ein Diensthandy, Weiterbildung, flexible Arbeitsplätze und ganz allgemein ein Ausgleich zwischen Job und Freizeit (Work-Life-Balance) als nötige Elemente, um gute Fachkräfte zu finden.

Die Personalverantwortlichen verweisen auch auf die zunehmende Nutzung von zeitlich befristeten Verträgen. Freelancer, Zeitarbeitskräfte und Interim Manager sind gefragt. Für die Firmen sei dies praktisch, um Know-how und frische Impulse in das Unternehmen zu holen. Für die Betroffenen bedeute die "Gig-Economy" die Annahme vereinzelter kleiner Aufträge von verschiedenen Unternehmen statt einer dauerhaften Festanstellung bei nur einem Arbeitgeber. Von einem allgemeinen Ende fester Arbeitsverträge sei aber vorerst nicht auszugehen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro