Qatar Airways steigt bei Meridiana in Italien ein

Rom - Qatar Airways steigt bei der krisengeschüttelten italienischen Fluggesellschaft Meridiana ein. Geplant ist die Gründung einer neuen Holding, an der die Airline aus Katar ein 49-prozentiges Aktienpaket übernehmen soll, berichtete Meridianas Verwaltungsratspräsident Marco Rigotti am Donnerstag.

Meridiana steht im Besitz des Prinzen und Touristik-Unternehmers Karim al-Husseini Aga Khan, des geistlichen Oberhaupts der ismaelitischen Muslime. Dieser soll weiterhin die Mehrheit an der Airline halten. Meridiana kämpft nach der Fusion mit der Fluggesellschaft Air Italy im Jahr 2011 gegen eine schwere Krise.

Zur Rettung der Airline plane Qatar Airways Investitionen bis zu 100 Millionen Euro, berichteten italienische Medien. Damit soll eine Kapitalerhöhung vermieden werden. Meridiana hofft bis März auf eine Einigung mit den Gewerkschaften für die Streichung von 900 Jobs. "Es gibt keine Alternativen zum Deal mit Qatar Airwaýs", sagte Rigotti.

Meridiana, Marktführer bei Flugverbindungen in Richtung Sardinien, meldet einen Jahresumsatz von 450 Mio. Euro und 2,8 Millionen Passagiere. Die Flotte besteht aus 21 Flugzeugen. 1.800 Personen beschäftigt die Fluggesellschaft, die die Rezession in Italien hart zu spüren bekommen und nach Medienangaben am Rande des Bankrotts steht. Zuletzt hatte auch EasyJet Interesse für Meridiana signalisiert.

Arabische Investoren sind für Italiens Fluggeschäft keine Neuigkeit. Etihad Airways ist im August 2014 mit einem 49-prozentigen Anteil bei Alitalia eingestiegen.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte