PwC erwartet weitere Konsolidierung im europäischen Luftverkehr

Der Luftfahrtmarkt sei nach Angbaen des Beratungsunternehmens PwC stärker zersplittert als in den USA. Die Neuordnung nach der AirBerlin-Insolvenz sei nun zu erwarten. Der Fall "Niki" soll laut PwC zeigen, dass die Kartellbehörden "genau hinschauen".

Düsseldorf/Frankfurt. Nach mehreren Airline-Pleiten und Flughafen-Deals im vorigen Jahr erwarten die Berater der Gesellschaft PwC auch für 2018 eine weitere Konsolidierung im europäischen Luftverkehr. In einer am Mittwoch veröffentlichten Studie verweisen sie auf die im Vergleich zum US-Markt immer noch zerteilte Wettbewerbssituation unter den europäischen Fluggesellschaften.

Hier haben die fünf größten Anbieter zusammen rund 44 Prozent der angebotenen Transportleistung, während in den USA 85 Prozent in den Händen der fünf stärksten Gesellschaften sind. Weitere Pleiten und Übernahmen seien daher wahrscheinlich.

Die Neuordnung nach den Insolvenzen der britischen Monarch und der deutschen Air Berlin könnte der Beginn einer Konsolidierungswelle sein, schreibt PwC. Die Verhandlungen um die Niki-Übernahme zeigten aber, dass die europäischen Kartell- und Regulierungsbehörden genau hinschauten. Der Konkurrenzdruck bleibe voraussichtlich hoch, wie die Markteintritte der ungarischen Wizz in Österreich und der Easyjet in Deutschland zeigten.

Weltweit registrierten die Unternehmensberater 40 größere Transaktionen im Luftverkehr mit einem Gesamtwert von 21 Mrd. US-Dollar (17 Mrd. Euro), was zum Vorjahr eine Steigerung um 50 Prozent bedeutete. Der größte Deal betraf die beiden dänischen Flughäfen Kopenhagen und Kastrup. Die beiden größten Geschäfte deutscher Unternehmen waren die Übernahme von Betriebskonzessionen für die Flughäfen in Athen (AviAlliance Düsseldorf) und im brasilianischen Fortaleza (Fraport Frankfurt).

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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