Putin schlägt Wien als Tagunsort für Ukraine-Gespräche vor

Wien, 19. Sep (Reuters) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefongespräch mit dem österreichischen Kanzler Werner Faymann Wien als Tagungsort für Friedensgespräche in der Ukraine-Krise vorgeschlagen. Faymann wird auf dem Internetportal der Zeitung "Österreich" am Freitag mit den Worten zitiert, Putin sehe Wien als guten Ort für Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine an. Die Idee sei in einem 20-minütigen Telefongespräch am Vortag geboren.

Faymann habe auch seine deutsche Kollegin Angela Merkel darüber informiert, hieß es in dem Bericht weiter. Faymann habe Putin außerdem die vier Forderungen der EU erklärt: Alle russischen Soldaten müssten die Ostukraine so rasch wie möglich verlassen, die Achtung der Souveränität und Integrität der Ukraine müsse sichergestellt sein, die Grenzen zur Ukraine müssten überwacht werden und Russland solle den Friedensprozess nachhaltig unterstützen.

Ein Sprecher Faymanns bestätigte die Presseberichte über das Telefongespräch. Österreich versucht den Spagat zwischen der EU-Politik der Sanktionen und dem Offenhalten der Gesprächskanäle mit Russland. Die österreichische Wirtschaft, die enge Geschäftskontakte nach Russland hat, sieht die Sanktionen kritisch.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"