Putin: Russlands Wirtschaft noch nicht auf sicherem Boden

Die russische Wirtschaft hat nach den Worten von Präsident Wladimir Putin noch nicht wieder richtig Fuß gefasst. Es sei zu früh, sich sicher zu fühlen, sagte Putin am Donnerstag vor Geschäftsleuten in Moskau.

Finanzminister Anton Siluanow hatte sich auf derselben Veranstaltung zuvor überzeugt gezeigt, dass die angeschlagene Wirtschaft das Schlimmste hinter sich habe. Das Bruttoinlandsprodukt sei im Jänner zwar um 1,5 Prozent gesunken. Es gebe aber Anzeichen, dass das Land in eine Phase der Stabilisierung eingetreten sei. Nach Putins Worten geben die Fundamentaldaten der russischen Wirtschaft aber noch keinen Anlass für ein sicheres Gefühl.

Die russische Wirtschaft leidet unter den Sanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise und unter dem niedrigen Ölpreis. Ihr Rückgrat ist nach wie vor der Export von Energie- und Rohstoffen. Ein Großteil der Lieferungen geht nach Westeuropa, das sich gegenwärtig intensiv darum bemüht, seine Abhängigkeit von den russischen Lieferungen zu verringern. Bei der Erschließung asiatischer Märkte steht Russland erst am Anfang.

Auch ein Ende der westlichen Sanktionen ist nicht absehbar. Der EU-Gipfel in Brüssel wird eine Aufhebung wohl von der vollständigen Umsetzung des Minsker Friedensabkommens machen. Auch die USA verfolgen diese Linie. Die EU wirft Russland vor, die Vereinbarungen nicht vollständig zu befolgen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker