Putin: Russlands Wirtschaft noch nicht auf sicherem Boden

Die russische Wirtschaft hat nach den Worten von Präsident Wladimir Putin noch nicht wieder richtig Fuß gefasst. Es sei zu früh, sich sicher zu fühlen, sagte Putin am Donnerstag vor Geschäftsleuten in Moskau.

Finanzminister Anton Siluanow hatte sich auf derselben Veranstaltung zuvor überzeugt gezeigt, dass die angeschlagene Wirtschaft das Schlimmste hinter sich habe. Das Bruttoinlandsprodukt sei im Jänner zwar um 1,5 Prozent gesunken. Es gebe aber Anzeichen, dass das Land in eine Phase der Stabilisierung eingetreten sei. Nach Putins Worten geben die Fundamentaldaten der russischen Wirtschaft aber noch keinen Anlass für ein sicheres Gefühl.

Die russische Wirtschaft leidet unter den Sanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise und unter dem niedrigen Ölpreis. Ihr Rückgrat ist nach wie vor der Export von Energie- und Rohstoffen. Ein Großteil der Lieferungen geht nach Westeuropa, das sich gegenwärtig intensiv darum bemüht, seine Abhängigkeit von den russischen Lieferungen zu verringern. Bei der Erschließung asiatischer Märkte steht Russland erst am Anfang.

Auch ein Ende der westlichen Sanktionen ist nicht absehbar. Der EU-Gipfel in Brüssel wird eine Aufhebung wohl von der vollständigen Umsetzung des Minsker Friedensabkommens machen. Auch die USA verfolgen diese Linie. Die EU wirft Russland vor, die Vereinbarungen nicht vollständig zu befolgen.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht