Putin: US-Sanktionen gegen Russland "kontraproduktiv und sinnlos"

Sotschi (APA/AFP) - Nach der Drohung der US-Regierung mit weiteren Sanktionen gegen Russland hat Kreml-Chef Wladimir Putin Strafmaßnahmen gegen sein Land als "kontraproduktiv und sinnlos" kritisiert. "Sanktionen sind Handlungen, die kontraproduktiv und sinnlos sind, insbesondere gegen ein Land wie Russland", sagte Putin am Mittwoch bei einem Treffen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö in Sotschi.

Der russische Staatschef fügte hinzu, er hoffe, dass die US-Regierung endlich erkennen werde, dass "diese Politik keine Zukunft" habe. "Das Problem liegt nicht nur in der Haltung des amerikanischen Präsidenten, sondern auch in der Haltung des sogenannten Establishments", fügte er hinzu. Am Dienstag hatte Sigal Mandelker, eine hochrangige Vertreterin des US-Handelsministeriums, gesagt, die USA könnten Russland "viel mehr wirtschaftliche Schmerzen" zufügen und würden "nicht zögern, dies zu tun", wenn Moskau seine "bösartigen Aktivitäten" nicht unterlasse.

Die US-Regierung hat in den vergangenen Jahren wiederholt Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt. Damit reagierte Washington nach eigenen Angaben auf Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt, auf russische Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016, auf Moskaus mutmaßliche Rolle beim Giftgasanschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter in Großbritannien sowie auf Verletzungen der UNO-Sanktionen gegen Nordkorea. Russische Regierungsvertreter versichern immer wieder, dass die US-Sanktionen die russische Wirtschaft kaum beeinträchtigten.

Putin äußerte sich am Mittwoch auch über sein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump Mitte Juli in der finnischen Hauptstadt Helsinki. Die Begegnung sei "nützlich" gewesen, sagte der russische Präsident. "Niemand hat darauf gesetzt, dass innerhalb einer zweistündigen Unterhaltung alle umstrittenen Themen gelöst werden", fügte Putin hinzu.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen