PSA: trotz Opel-Übernahme auf Rekordgewinn von 1,9 Mrd. Euro

Paris (APA/AFP/Reuters/dpa) - Die französische Automobilgruppe PSA hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 1,9 Mrd. Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr war das eine Steigerung um 11,5 Prozent, teilte PSA am Donnerstag mit. Die Übernahme von Opel im August 2017 kostete PSA zwar - half aber gleichzeitig, den Umsatz um mehr als 20 Prozent auf 65,2 Milliarden Euro zu heben. Der Opel-Verlust war geringer als erwartet.

PSA um die Marken Peugeot und Citroen hatte Opel und die britische Vauxhall im vergangenen Sommer vom US-Konzern General Motors übernommen. Der Kaufpreis betrug 1,3 Mrd. Euro.

Opel hat PSA im vergangenen Jahr mit einem dreistelligen Millionenverlust belastet. Von August bis Dezember fiel ein operativer Fehlbetrag von 179 Mio. Euro bei Opel/Vauxhall an. "Auch wenn dieser Verlust geringer ist, als von vielen Analysten erwartet, sollten wir uns nichts vormachen", erklärte Opel-Chef Michael Lohscheller. Die Zahl sei ein Signal, dass es wie bisher nicht weitergehen könne. "Opel muss sich verändern. Und wir werden uns verändern", ergänzte Lohscheller.

Er wies auf die bereits umgesetzte Reduzierung der Fixkosten um 17 Prozent und die in Gang gesetzte Exportoffensive hin, bei der Opel bestehende Strukturen der PSA-Gruppe nutzt. Alle Werke müssten wettbewerbsfähig werden, forderte der Opel-Chef. Dort gehe man Schritt für Schritt vor, um gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen die Zukunft der Standorte zu sichern.

PSA hält an seinem Gewinnziel für Opel fest. Im übernächsten Jahr solle das Ergebnis im laufenden Geschäft bei 2 Prozent des Umsatzes liegen, sagte Finanzvorstand Jean-Baptiste de Chatillon. "Der Plan für eine Wende (bei Opel) bringt erste konkrete Ergebnisse", sagte De Chatillon. Er verwies auf deutliche Kostensenkungen, beispielsweise bei der Entwicklung des neuen Corsa.

De Chatillon bestätigte, dass mit GM weiter gesprochen werde. Thema sei aber nicht den Kaufpreis für Opel - es gehe um Aspekte der Buchhaltung. "Nichts hat sich geändert", sagte der Manager mit Blick auf den Preis. Ende 2017 hatte es Spekulationen gegeben, wonach PSA von GM 500 Mio. Euro wegen der CO2-Emissionen bei Opel zurückverlangen wolle. De Chatillon sprach von Gerüchten. Es gebe keinen Anspruch gegenüber GM wegen der Emissionswerte.

PSA-Chef Carlos Tavares erklärte, die ausgezeichneten Ergebnisse bewiesen die Fähigkeit der Gruppe, ein rentables und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. "Unsere Agilität, unsere Kundenorientierung und unser sozial verantwortliches Handeln machen den Unterschied." Die Übernahme von Opel biete eine "großartige Chance", die Wertschöpfung zu steigern.

Wien (APA) - Der Schweizer Vermögensverwalter Norbert Wicki ist heute im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere erstmals von Richterin Marion Hohenecker einvernommen worden. Die Anklage wirft Wicki vor, mit seinen Geschäften die Spur des Korruptionsgeldes aus der Buwog-Provision verschleiert und Geldwäsche begangen zu haben. Wicki selber erklärte sich für unschuldig.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - Viele Geschäfte auf Mandarin-Konto in Liechtenstein

Brüssel (APA/Reuters) - Der Warenverkehr zwischen der Europäischen Union und Großbritannien wird nach dem Brexit nach Einschätzung der EU-Kommission selbst dann leiden, wenn sich beide Seiten auf einen Freihandelsvertrag einigen sollten. Ein solches Abkommen könne keinen vollkommen reibungslosen Handel sicherstellen, hieß es in einem Reuters am Dienstag vorliegenden Dokument der EU-Kommission.
 

Newsticker

EU-Dokument: Handel mit Großbritannien leidet auch mit Vertrag

Linz (APA) - Die Sparkasse Oberösterreich hat im heurigen ersten Halbjahr mehr Gewinn gemacht. Für das Gesamtjahr wird ein ähnliches Ergebnis wie 2017 erwartet. Das teilte die Bank in ihrem Halbjahresfinanzbericht Dienstagnachmittag mit.
 

Newsticker

Sparkasse Oberösterreich im ersten Halbjahr mit mehr Gewinn